Demaskierung des Edward Said

Genug von Said

Eine Entlarvung der biografischen Fiktionen und „wissenschaftlichen“ Methoden Edward Saids, des Stichwortgebers aller antiwestlichen und anti-israelischen linken „Befreiungs“-Ideologien.  

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Originaltext.:

Enough Said: The False Scholarship of Edward Said

von Joshua Muravshik

http://www.worldaffairsjournal.org/article/enough-said-false-scholarship-edward-said

MARCH/APRIL 2013

Übers. Regine van Cleev

 Das Englische Departement der Columbia Universität mag als ein Ort der Überraschungen erscheinen, von dem aus die Welt bewegt wird, aber das ist genau das, was Professor Said gelungen ist. Er verwandelte nicht nur die westliche Wahrnehmung des israelisch-arabischen Konflikts, er bahnte auch den Weg in ein neues postsozialistisches Leben für die Linke, in dem das Proletariat durch die „Farbigen“ als Erlöser der Menschheit ersetzt wurde. Während der seither vergangenen zehn Jahre seit seinem Tod gab es keine Anzeichen dafür, dass sein aussergewöhnlicher Einfluss sich verringert hätte,.

Gemäss einer Suche von 2005 mit dem „Syllabus.Finder“ erschienen die Bücher von Said in 868 Kursen an amerikanischen Colleges und Universitäten. (wobei nur die Kurse zählten, die online aufgeführt waren).  Sie erstreckten sich über Literaturkritik, Politik, Anthropologie, Middel East Studies und andere Disziplinen inklusive postkoloniale Studien,  ein Forschungsfeld, dessen Entstehung weithin dem Werk von Said zugeschrieben wird. Es erschienen mehr als 40 Bücher über ihn, darunter sogar einige kritische, aber meistens lobhudelnde, so wie The Cambridge Introduction to Edward Said, erschienen 2003, sieben Jahre nach seinem Tod an Leukämie, Georgetown Universität, UCLA, und andere Schulen bieten Kurse über ihn an. Eine Rezension im Guardian von 2001 nannte in den wohl einflussreichsten Intellektuellen unserer Zeit.

Das Buch, das Edward Said berühmt machte, war Orientalismus, erschienen 1978, als er 43 war. Er wollte aufdecken, wo der Wurm an der Wurzel der westliche Zivilisation sass, nämlich in ihrer Unfähigkeit, sich selber anders zu definieren als über und gegen ein imaginiertes „Anderes.“ Diese „Andere“ war der Orientale, eine Figur, die „zu fürchten oder zu kontrollieren“ war. Also behauptete Said, dass „jeder Europäer in allem , was er über den Orient sagen konnte, ein …Rassist war, ein Imperialist  und fast total ethnozentrisch.“  Andernorts im Text machte er klar, dass das, was für Europa galt, auch auf Amerikaner zutraf.

Das widerspiegelte ein Thema des Radikalismus von 1960, der in den Bewegungen gegen Jim Crow und Amerikas Krieg in Vietnam geprägt wurde, nämlich dass die kaukasische Rasse die  Geissel der Menschheit sei. Statt diese Anschuldigungen von einer Seifenkiste zum besten zu geben, wie andere es getan hatten, lieferte Said sie in einer Tonart, die gebildete Leser beeindruckte. Die Namen scher verständlicher zeitgenössischer Theoretiker und verflossener Akademiemitglieder rollten die Seiten herunter, bestreut mit Worten, die die Leser zu ihren Wörterbüchern eilen liessen. Ganz gleich, dass einige dieser Worte nicht im Lexikon auffindbar waren, (wie „paradeutisch“) oder das einige falsch gebraucht wurden („eschatologisch“,  wo satologisch gemeint war); ganz gleich, dass einige der Zitate grosspurig waren („Die Namen von Levi Strauss, Gramsci  und Michel Foucault plumpsten nur so herum“, kommentierte der Historiker J.H. Plump, der das Buch für die New York Times rezensierte) – abgesehen von alledem, der entscheidende Punkt, der Schauer von Vergnügen hervorrief, war, dass hier ein „Farbiger“ war, der ein vernichtendes Urteil über den weissen Mann lieferte und ihn sozusagen nach seinen eigenen Spieregeln mit intellektueller Eleganz schlug.  

In Wahrheit war Said ein seltsames Symbol der Elenden dieser Erde. Sein Vater, der sich selber William nannte, war 1911 von Jerusalem emigriert (einem Ort, den er Said zufolge hasste), diente im Ersten Weltkrieg  und wurde US-Bürger. Widerstrebend gab er dem Druck der Familie nach und kehrte in den 1920ern zurück in den Mittleren Osten und liess sich in Kairo nieder, wo er sein Glück mit Geschäften machte und eine Engländerin heiratete. Edward, ihr Ältester nach einem Erstgeborenen, der als Kind starb, wurde, wie man ihm sagte, nach dem Prinzen von Wales genannt. Er und seine vier Schwestern wurden  protestantisch erzogen, und in relativem Luxus, mit einer Loge in der Oper, Mitgliedschaft in  Clubs und Klavierstunden. Sie wurden an britischen und amerikanischen Grund- und weiterführenden  Schulen in Kairo erzogen, und Edward wurde an eine Elite-Schule in Neu-England geschickt, dann nach Princeton. Nach dem Abschluss in Havard begann er Literaturkritik zu lehren und wurde mit einem Lehrstuhl in Columbia ausgezeichnet, als er 40 war, und später mir dem Rang eines Universitätsprofessors, dem höchsten Titel der Fakultät von Columbia. . 

Ein Jahr nachdem “Orientalismus” seine persönlichen Aktien im Höhenflug steigen liess, veröffentlichte Said “The Question of Palestine”. Fünfzehn Jahre vorher war die PLO (PalestineLiberation Organization) gegründet worden, die der Herstellung einer unverwechselbaren Palästinensische Identität geweiht war,  und die Verkündigung dieser Identität an die Welt hat vor allem die Form spektakulärer Terrorakte angenommen, deren Absicht es im grossen Ganzen es war, Aufmerksamkeit für die Beschwerden der Palästinenser zu erlangen. Nun gab der Professor für Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft von der Columbia Universität der Sache der Palästinenser ein dramatisch anderes Gesicht.   

Er brachte Authentizität für diese Aufgabe mit wegen seiner Herkunft, und Autorität wegen seiner Mitgliedschaft im Palestinian National Council, dem nominellen Führungsgremium der PLO. Er versicherte seinen Lesern, dass die PLO seit ihren Bombenanschlägen und Entführungen in den frühen 70ern „Terror vermied und verurteilte“, und präsentierte den PLO-Führer Arafat als eine „vielfach missverstandene und schlechtgemachte politische Persönlichkeit“, und wenn er seinen eigenen Glauben an einen Staat an der Grenze (nicht anstelle) von Israel beteuerte, .dann argumentierte er zugunsten „eines Palästinenserstaates in der Westbank und Gaza.“. Das war so mitreissend, dass es dem Rezensenten der New York Times, Christopher Lehmann-Haupt, den Kopf wegfegte, der schrieb: „So logisch und eloquent vertritt Professor Said seine Sache, dass man im Augenblick die ausgleichenden Argumente der anderen Seite, die die Israelis vorbringen, vergisst. 

Diese beiden Bücher, Orientalism und the Question of Palestine, von denen jedes mit mehreren Folgen und Ausarbeitungen fortgesetzt wurde, etablierten die Zwillingstürme von Saids Karriere als die Stimme der Rache der Palästinenser gegen Israel, und noch weiter der der Araber, der Moslems und der „Orientalen“ gegen den Westen als Ganzes.  . 

Said verpantschte amerikanischen Rassismus und Europäischen Kolonialismus zu einer Melange aus weisser Unterdrückung der dunkelhäutigen Völker. Er war nicht der einzige Denker, der dieses Amalgam erfand, aber sein einzigartiger weiterer Beitrag bestand darin, „Orientalen“ als den Inbegriff von dunkelhäutigeren Völkern, Moslems als die repräsentativen Orientalen, Araber als die essentiellen Moslems, und schliesslich Palästinenser als die ultimativen Araber. Abrakadrabra – Israel wurde von einem rettenden Refugium von zweitausend Jahren Verfolgung zur Verkörperung des weissen Imperialismus. 

Es gab eine letzte Stufe in dieser Progression: Edward Said als das Sinnbild der Palästinenser. Seit er ins öffentliche Rampenlicht gekommen war, präsentierte Said sich selber als „Exilant“, der in Jerusalem geboren und aufgewachsen war, bis er von dort von Juden vertrieben wurde im Alter von Zwölf. Ein anteilnehmender Schreiber, wie der Guardian es nannte. „Seine Berufung auf seine eigene Erfahrung des Exils hat viele Leser dazu gebracht, in ihm die Verkörperung der palästinensischen Tragödie zu sehen.“ In der Tat, der schrieb und nannte eine BBC-Dokumentation von 1998 „Auf der Suche nach Palästina“, die seine persönliche Geschichte  als einen Mikrokosmos dieser andauernden Nakba (oder Katastrophe, wie die Palästinenser die Geburt von Israel nennen) präsentierte.

Aber im September 1999 veröffentlichte Commentary einen investigativen Artikel von Justus Reid  Weiner, der den Beweis lieferte, dass Said seinen Hintergrund weitgehend gefälscht hatte. Ein Fund von Dokumenten zeigte, das Said, bis er in die USA zog, 1951, um die Prep School (Vorbereitende Schule) zu besuchen, sein ganzes Leben in Kairo verbracht hatte, nicht in Palästina. Ein paar Monate später veröffentlichte Said seine Autobiographie, die diesen Vorwurf bestätigte, ohne die Tatsache seiner früheren gegenteiligen Behauptungen in der Diskussion über seinen Hintergrund anzuerkennen oder den geringsten Versuch einer Erklärung dazu zu machen.

Als Reaktion auf das Exposé liessen Said und einige seiner Anhänger einen wilden Angriff gegen Weiner vom Stapel. Said spöttelte: „Weil er relativ unbekannt ist, versucht er sich einen Namen zu machen, indem er den Ruf einer bekannteren Person attackiert“. Und elf ideologische Gesinnungsgenossen von Said  stilisierten sich selbst zur „arabisch-jüdischen Friedens-Gruppe“, unterzeichneten einen Brief an den Herausgeber und verglichen Weiners Artikel mit der Holocaust-Leugnung.

Vieles von der Debatte um Weiner und Said drehte sich um das Haus, in dem Said geboren war und das, wie man den Zuschauern der BBC-Dokumentation zu verstehen gab, das Haus war, in dem er aufwuchs. Weiner belegte mit Steuer- und Grundbuchregister –Dokumenten , dass das Haus niemals seinem Vater gehört hatte, sondern nur seiner Tante. Zum Gegenbeweis hatte Said, etwas wenig plausibel, geschrieben: „Das Familienhaus war in der Tat eine Familienhaus im arabischen Sinne“, was soviel heisst wie dass es in den Augen der weitreichenden Familie ihnen allen gehörte, selbst wenn die offiziellen Berichte nur als das Eigentum von Edwards Tante und ihrer Nachkommen auswiesen.

Saids zynischer modus operandi bestand darin, wenn möglich kurz abzubrechen beim Erzählen einer offenkundigen  Lüge, wobei er zugleich einen falschen Eindruck hinterliess. Selbst dann vermied er es nicht immer, die Linie zu überschreiten, oder so nahe heranzutanzen, dass es auf einen bedeutungslosen Unterschied  hinauflief, ob seine Worte nun eine Lüge oder bloss eine Täuschung waren.  Ich habe niemals behauptet, dass ich in einem Flüchtlingslager entstanden bin, aber dass meine weitere Familie ??? es in der Tat war“, schrieb er als Antwort an Weiner. Aber was sollte ein Leser aus seinem Buch „Die Feder und das Schwert“ entnommen haben, wo er von seinen „Erinnerungen an??? Die ersten zwölf oder vierzehn Jahre meines Lebens  bevor ich Palästina verliess“, sprach? “gesprochen hatte? Oder von dem Artikel in der London Review of Books, wo er geschrieben hatte: „Ich bin in Jerusalem geboren und verbrachte die meisten meiner formenden Jahre dort  und nach 1948, als meine ganz Familie zu Flüchtlingen wurde, in Ägypten.“ 

Es mag sein, dass Said, wie er behauptete, sein Leben minutiös wiedererzählte in seiner Autobiographie, wo schliesslich die wahren Fakten seiner Ausbildung und seines Wohnorts zum Vorschein kommen. Aber, wie seien Kritiker immerfort fragten, löscht die schlussendlich wahrheitsgemässe Erzählung seiner Geschichte zwanzig Jahre Lügen dazu aus? Am ende spielt Said die Sache herunter. In einem späten Interview mit de New York Times sagte er: „ich halte das nicht für wichtig, so oder so  ???ich  habe meinen eigenen Fall nie als die Sache  hingestellt, um die es geht, ich habe die Sache meines Volkes vorgestellt.“   

 Was jedoch wichtig war, war das Licht, das auf Saids hinterlistige und irreführende Methoden fiel, weil sie sich auch als die –Grundlage seines gelehrten Werks erweisen. Die intellektuelle Täuschung war besonders offensichtlich in seinem wichtigsten Buch Orientalismus.  Seine zentrale Idee ist  die,  dass die westliche imperialistische Eroberung Asiens und Nordafrikas mit dem Studium und der Beschreibung der eingeborenen  Gesellschaften verquickt ist, was unvermeidlich Fehlinterpretationen und Degradierung nach sich zieht. 

Die Kenntnis der unterworfenen Rassen oder Orientalen macht ihr Management leicht und profitabel, das Wissen verleiht Macht , mehr Macht erfordert mehr Wissen, und so fort in einer zunehmend profitablen Dialektik von Information und Kontrolle.

Der Archetyp dessen, der dieses Wissen lieferte, war “der Orientalist“, eine formelle Bezeichnung für jeden Gelehrten, die meisten von ihnen Europäer, deren Spezialität die Sprachen, die Kultur, die Geschichte und die Soziologie der Gesellschaften  des Mittleren Ostens und des Indischen Subkontinents waren, jedoch Said erklärte, er brauche den Terminus in noch weiterem Sinne, um einen „westlichen Stil der Dominanz, des Restrukturierens und der Autorität über den Orient“ aufzuzeigen.“ 

Orientalismus, sagte er, ist in “Dogmen” verkörpert, die “in ihrer reinsten Form heute in den Forschungen über die Araber und den Islam existieren-“. Er identifizierte vier „prinzipielle* darunter wie die folgenden: 

 “Eines ist der absolute und systematische Unterschied zwischen dem Westen, der rational ist, entwickelt, human, überlegen, und dem Orient, der anomal ist, unterentwickelt, unterlegen. Ein anderes Dogma ist, dass Abstraktionen über den Orient…. immer dem direkten Augenschein von den direkten Realitäten des Orients vorzuziehen sind. Ein drittes Dogma ist, dass der Orient ewigwährend ist, gleichförmig, und unfähig, sich selber zu definieren. .. ein viertes Dogma besagt, dass der Orient im Grunde etwas ist, das man entweder fürchten oder kontrollieren muss.“

 Die ersten Rezensionen des Buches, oft von Spezialisten, waren gemischt, aber es erschien zu einer Zeit, als “Multikulturalismus” zum  neuen Dogma der intellektuellen Eliten zu werden begann, und sein eigenes Leben annahm, und schliesslich in mehr als drei Dutzend Sprachen übersetzt wurde und einer der einflussreichsten und weithin übertragenen Texte des letzten Teils des 20. Jahrhunderts wurde.

Kritiker wiesen auf eine Reihe von Irrtümern in Orientalismus hin, beginnend mit Schnitzern, die darauf hindeuteten, dass Saids Verständnis des Mittleren Ostens auf wackligen Füssen stand. Said behauptete, dass „Britannien und Frankreich das östliche Mittelmeer beherrschten,  etwas vom  Ende des 17. Jahrhunderts an “,  während für andere hundert Jahre die Ottomanen  in der Region herrschten . Er hatte geschrieben, dass die moslemische Eroberung der Türkei der von Nordafrika voranging, aber in Wirklichkeit folgte sie ihr um mehrere hundert Jahre später. Und er bezog sich auf die britischen „Kolonialverwalter“ von Pakistan, während Pakistan erst im Gefolge der Dekolonisierung entstand.

Ernster noch aber war sein Mangel an Skrupeln beim Gebrauch der Quellen. Der Anthropologe Danile Martin Varisco, der eigentlich mit Said in vielen ideologischen Thesen  übereinstimmte, stellte beim Lesen von Orientalismus in dem Buch fest, „dass eines von Saids rhetorischen Mitteln zu polemischen Zwecken darin bestand, einen Satz teilweise zu zitieren und dabei wohlüberlegt Wort auszulassen, die den Inhalt des Satzes zu widerlegen angetan waren“. Als Beispiel für Saids doppelzüngige Methode führte er zwei Zitate aus den Schriften von an Sania Hamady an, einer Arabo-Amerikanerin, die kritisch über die Araber schrieb. Die Zitate rückten sie in ein schlechtes Licht, aber beide Male, sagte Varisco, wurden die Passagen entnommen, in denen Hamady nur die Ansichten eines anderen zusammenfasste, ohne ihre eigene mitzuteilen. Im gleichen Stil fand John Rodenbeck, ein Professor für Vergleichende Literatur an der Amerikanischen Universität von Kairo, Saids durchgehende Fehlkonstruktion und falschen Zitate von [dem Orientalisten des 19. Jahrhunderts Edward] Lanes Worten so klar willkürlich, dass sie Böswilligkeit vermuten lassen. 

Saids irreführender Gebrauch von Zitaten zeigt das Problem mit seinem Werk in Kleinen. In einer weiteren Hinsicht  verdrehte  Said seinen Gegenstand. In einem Angriff auf  Saids  erstes angebliches „Dogma“ vom Orientalismus, der alle Tugend dem Westen zuschreibt und ihr Gegenteil dem Orient, sagt Varisco, dass Said“ein Stereotyp“ beschreibe, das zur Zeit seiner Schriften von der grossen Mehrheit derer, die er als Orientalisten auf einen Haufen wirft zusammenwirft, zurückgewiesen worden wäre. Und der britische Schriftstelle Robert Irwin, dessen Buch Dangerous Knowledge eine gründliche Geschichte des Orientalismus bot und auch eine Widerlegung von Said, bemerkt, dass es,  historisch gesehen,  “eine ausgeprägt antiimperialistische Tendenz bei den Orientalisten gab, da ihre Begeisterung für die arabische, oder persische oder türkische Kultur oft mit der Missbilligung ihrer Lage der Besiegten  einherging, die von Italienern, Russen, Briten oder Franzosen beherrscht wurden“.  (Wie Varisco macht Irwin klar, dass er kein Gegner der politischen Position von Said ist, aber dass er an seiner Vorspiegelung von Gelehrsamkeit Anstoss nimmt.

Das ist nur ein kleines Beispiel von einem weitreichenden methodologischen Problem, das Saids Werk als Ganzes entwertet, insbesondere seine selektive Art im Umgang mit Beweisen. Said erklärte, dass seine Anklage sich nicht gegen dieses oder jenes Individuum richte, sondern gegen „Orientalisten“ als solche, was, wie wir sahen, eine Kategorie war, in der er alle Westler einschloss, die irgend etwas über den Orient sagten. So ist „alles akademische Wissen“, schrieb er, „über Indien und Ägypten irgendwie von der politischen Haupttatsache des Empires getönt und imprägniert, beschädigt“. Und „Niemand, der über den Orient schreibt, nachdenkt oder ihn behandelt,.kann das tun ohne die Beschränkungen des Denkens und Handelns in Rechnung zu stellen, die der Orientalismus auferlegt.”

Warum malte Said die Dinge mit so einem groben Pinsel? Weil er wusste: Hätte er nur vorgebracht, dass einige Westler abwertend oder herablassend  oder irreführend über den Osten schrieben, während andere das nicht taten, hätte sein Argument viel von seiner  Provokation verloren. Es hätte einer Abklärung der bezüglichen Zahlen oder des Einflusses  der beiden Gruppen erfordert, Abklärung über die Variationene innerhalb der Gruppen, über die entsprechenden Einstellungen im Osten gegenüber dem Westen. Darüber hinaus hätte es die unvermeidlichen Erwiderungen  nach sich gezogen, also was soll’s?  Ist es etwa eine Neuigkeit, dass einige Individuen ihre eignen Gesellschaften anderen vorziehen?

Die einzige Weise, auf die Said seine verallgemeinerte Anklage plausibel erscheinen lassen konnte, bestand darin, an Beispielen zu sammeln, was immer hinein passte, und den Rest wegzulassen. Als er wegen seiner Auslassungen angegriffen wurde, antwortete er hochmütig, dass r nicht verpflichtet sei, „jeden Orientalisten, der je gelebt hat“, einzuschliessen.. Aber natürlich war die wirkliche Frage die,  ob diejenigen, die er einschloss, ein repräsentatives Sample darstellten, und ob er sie seriös vorstellte. .

Diese methodischen Fehler gingen meist im Rummel unter. Was das Buch so elektrisierend machte, war die Art und Weise, wie  Said den Westen für seine schlimmsten Sünden,  Rassismus und Unterwerfung anderer Völker, verurteilte.. Mit grosser Originalität weitete Said die Anklage sogar durch die Jahrtausende aus, eine Schilderung, die einen Protest von Sadiq al-Azm hervorrief, einem syrischen Philosophen mit marxistischer Schlagseite (und einer der meist bewunderten Dissidenten dieses Landes). Azm schrieb:

  “Said ….. verlegt die Ursprünge des Orientalismus  den ganze Weg zurück zu Homer , Äschylos, Euripides, und Dante. Mit anderen Worten, Orientalismus ist nicht wirklich ein  durch und durch modernes Phänomen, sondern ist das natürliche Produkt einer alten und fast unwiderstehlichen europäischen Geisteshaltung, andere …… Kulturen falsch darzustellen …. zugunsten einer okzidentalen Selbstbestätigung, Herrschaft und .Vormachtstellung. ”

Azm mochte das für falsch halten, aber es war ein berauschender Stoff. Wenn wir von einer Mentalität reden, die durchgehend ist von vor bis nach Christus, dann reden wir weniger über europäische Kultur, die in grossem Masse durch das Christentum definiert wird, als über die Europäische Rasse. So passte der Orientalismus zur Stimmung einer Zeit, in welcher die Behauptung verbreitet war, das alle Weissen von Natur aus engstirnig seien, und wo man sich in “Selbsterfahrungsgruppen“ auf dem Campus traf und am Arbeitsplatz, damit Weisse ihren inneren Rassisten entdecken konnten und ihn stellen Und nirgends wurde der Beweis für dieses weisse Übel tiefer und gelehrter dargelegt als auf Seiten von Said.

In dieser Atmosphäre schrieb die New York Times in ihrem Nachruf auf Said:  “Orientalismus  hat Dr. Said zu einer Figur von enormem Einfluss an Amerikanischen und Europäischen Universitäten gemacht, zu einem Helden für viele, besonders für jüngere und graduierte Studenten der Linken,  für die dieses Buch zum intellektuellen Credo wurde und das Gründungsdokument für das, was sich dann postkoloniale Studien nannte.

Es waren nicht nur amerikanische Linke, die nach diesem Buch griffen. Der Guardian, in seinem eigenen Nachruf, bemerkte:

„Orientalismus kam gelegen zu seiner Zeit, die es aufstiegswilligen Akademikern von nichtwestlichen Ländern  (von denen viele von Familien stammten, die vom Kolonialismus profitiert hatten) ermöglichte, die Stimmung der political correctness zu  nutzen, zu deren Entstehung sie beitrugen, indem sie sich mit  „der Geschichte der Unterdrückung“ in Verbindung brachten; zu einer Zeit, in der erfolgreiche Karrieren geschaffen wurden, indem man die Darstellung des Nicht-Weissen, des „Anderen“ übermittelte, interpretierte und debattierte.“ 

Dem Begriff Orientalismus, fügte der Guardian hinzu, “traut man die Kraft zu, die Richtung einiger Disziplinen zu ändern“, ein Gedanke, dem Anhänger wie Spötter gleichermassen  zustimmten. Voller Bewunderung schrieb Stuart Schaar, ein emeritierter Professor für Geschichte des Mittleren Ostens am Brooklyn College, dass ““die akademische Gemeinschaft transformiert und das Feld der Literaturkritik revolutioniert wurde als Ergebnis seiner Hinterlassenschaft.“

Ohne jemals seinen Anspruch aufzugeben, ein ruhmumkränztes Ideal des ‚Aussenseitertums’ zu verkörpern, wie ein desillusionierter Rezensent einer Reihe von Vorlesungen, die Said in London gab, es nannte, gelangten  Said und seine Schüler zu Macht in Akademia, was sich in einer erstaunliche Zahl von Kursen wiederspiegelt, die seinen Büchern zugeteilt waren und der Häufigkeit, mit der sie zitiert wurden. Varisco bemerkte, dass “eine Generation von Studenten quer durch die Disziplinen aufgewachsen war, die nur in beschränktem Umfang die  polemische Anklage von Said infrage stellten, dass die Mittel-, Ost-  und Islamwissenschaftler ihre Studien immer noch institutionell durch ein Interpretationssieb betreiben, dass den überlegenen Westen vom unterlegenen Osten trennt.“

Die neue Saidianische Orthodoxie wurde so äusserst dominant in der Middle-East-Studies Association, und so ablehnend gegenüber dissidenten Stimmen , dass Bernard Lewis and Fouad Ajami 2007 die Sache in die Hand nahmen und eine alternative professionelle Organisation bildeten, die Association for the Study of the Middle East and Africa.

Said intonierte gern das Mantra von der “Wahrheit gegenüber der Macht”. Damit konnte sich leicht einer brüsten, der sich entschieden hatte, in Amerika zu leben, oder sonstwo leben konnte und seine Karriere damit machte, dass er den Westen und Israel öffentlich brandmarkte.

Aber während er im Westen den mutigen Prometheus gab, war Said in der Nähe seiner Heimat vorsichtiger. Habib Malik, ein Historiker an der Libanesischen  Amerikanischen Universität und ein Vetter von Said, erinnert sich an eine Rede an der Amerikanischen Universität von Beirut. “Bei  einer Gelegenheit ereiferte er sich über Saddam Hussein und eine Reihe von andren arabischen Diktatoren, aber hörte sofort auf bei der Erwähnung von (dem damaligen Syrische Diktator) Hafez Assad,  aus verschiedenen Gründen. : Die syrische Mukhabarat [Geheimpolizei) hatte ihn nach der Vorlesung aufgegriffen.

Saids Karriere, die Abwegigkeit und das Zurechtgebogene und die unbeschreibliche Eitelkeit wäre nur eine akademische Angelegenheit gewesen, wenn er nicht so erfolgreich damit gewesen wäre, die Araber und die Moslems als das moralische Äquivalent der Schwarzen umzudefinieren und Israel zum Inbegriff des rassistischen weissen Unterdrückers zu machen. Vier Jahre nachdem die UN-Generalversammlung den Zionismus zu einer Form von Rassismus erklärt hatte, wiederholte Said diese Idee auf hochgestochener intellektueller Ebene. Israel gab den Arabern nicht dasselbe Recht der Immigration wie den Juden,  sagte er und mokierte sich, „weil sie weniger entwickelt sind.“

Jahrzehnte nach der Veröffentlichung von Orientalismus erklärte Said, dass er die ganze Zeit über Israel als sein verdecktes Ziel im Visier gehabt hätte.

„Ich denke, ich hätte dieses Buch nicht geschrieben, wäre ich nicht mit einem politischen Kampf verbunden gewesen.. Der Kampf des arabischen und palästinensischen Nationalismus ist sehr wichtig für dieses Buch. …….      Orientalismus  ist nichts als ein abstrakter Bericht einer historischen Gestaltung  gedacht, vielmehr als Teil der Befreiung von solchen Stereotypen und solcher Herrschaft  über mein eigenes Volk, ob sie Araber, Moslems oder Palästinenser sind.“  

Said hatte eine solche Agenda auf den Seiten von Orientalismus oder zur Zeit seiner Publikation nicht zugegeben., obwohl dieser historische Subtext in seiner Wut gegen Bernard Lewis erkennbar war, der, wie Irwin bemerkte, „nicht wirklich angegriffen wurde von Said, weil er ein schlechter Gelehrter war (was er nicht ist), sondern  als ein Unterstützer des Zionismus (was er ist). Es gehörte auch zur Identität derer, die Said von seinen Generalisierungen über die Westler ausnahm . Auf den  abschliessenden Seiten von  Orientalismus liess er ein paar wenige “entkolonisierende” Stimmen zu, die im Westen gehört werden konnten, und in einer Fussnote bot er gerade mal zwei amerikanische Exemplare an: Noam Chomsky und MERIP, The Middle East Research and Information Project.  Chomsky ist natürlich kein Middle East-Experte oder einer, der oft über den mittleren Osten schreibt, aber er hatte sich schon einen Platz für sich selber als die führende jüdische Stimme der Beschimpfung Israels geschaffen. MERIP, eine Gruppierung der Neuen Linken, die sich gebildet hatte, um palästinensische Guerilla-Kämpfer und andere arabische Revolutionäre zu bejubeln, war in ihrer Ergebenheit für diese Sache so einfältig, dass sie das Massaker an den israelischen Athleten bei den Olympische Spielen von 1972 als einen “einen moralischen Auftrieb unter den Palästinensern“ ” pries, der die Bemühungen um eine Einigiung zwischen Israel und den Araberregimen stoppte..

Obwohl Saids Angriff gegen den jüdischen Staat anfangs getarnt war, war er auf derart eine verheerende Weise wirksam, dass seine Ansichten zur arabisch/israelischen Frage sodann die Middle-East-studies dominierten. Der UCLA Middel-East-Historiker Nikki Keddie, dessen einfühlsames Werk über den revlutionären Iran von Said gelobt wurde in seinen Buch Covering Islam, kommentierte:

 “Es gab eine Tendenz auf dem Middle-East-Gebiet, das Wort  “Orientalismus” zu übernehmen  als eine Art von Verschwörungszeichen, das sich im Wesentlichen auf Leute bezog, die die „falsche“  Position zum Arabisch-Israelischen Konflikt einnehmen, oder auf Leute, die als „zu konservativ“ gelten. ”Es hat nichts damit zu tun, wie gut oder schlecht sie in ihren Fachgebieten sind.“

Da sein Ruf auf dem Erfolg von Orientalismus beruhte, widmete Said viel vom Rest seiner Karriere der noch direkteren Parteinahme der  Arabisch/Muslimisch/Palästiniensischen Sache, beginnend mir der Veröffentlichung von The Question of Palestine 1979, zu welcher Zeit er schon Mitglied des höchsten offiziellen Gremiums der PLO, des Palestinian National Council war. Das Buch war eine Polemik aus vollem Hals. Die Juden waren die Aggressoren, und die Palästinenser ihr Opfer—in jeder Hinsicht und mit wenig Nuancen. Selbst in Sachen Terrorismus behauptete Said. “Es gibt nichts in der palästinensischen Geschichte, absolut nichts, was der Bilanz des zionistischen Terrors gleichkommt”

Said bezeichnete sich selbst als “entsetzt” von den Terrorakten, zu denen „Palästinensische  Männer und Frauen … getrieben  wurden.“  ”Aber alle Schuld blieb schlussendlich bei Israel,  das den ‚Terroristen’ „buchstäblich hervorbrachte und .fabrizierte.“

Er schrieb –  was selbst ein New York Times-Rezensent eine “eine atemberaubende Unaufrichtigkeit” nannte -,  dass  “die PLO zumindest seit den frühen Siebzigern den Terror vermied und verurteilte”.  Diese Worte erschienen gerade mal ein Jahr nach der Organisation der blutigsten Attacke auf israelische Zivilisten, im März 1978, dem  “Küstenstrassen-Massaker ,” bei dem 38 Zivilisten, 13 von ihnen Kinder, wahllos erschossen und Dutzende andere verletzt wurden – und das nicht  von eine Splittergruppe von „Renegaten“, sondern von der Mainstream-Gruppe der PLO, der Fatah (Said selbst war schon Mitglied des Führungsgremiums der PLO, als diese “Aktion“ durchgeführt wurde).

Said arbeitete hart an der Untermauerung des Mythos, dass Arafat über Jahre versucht habe, Frieden zu machen, und abgeblitzt sei. “Immer wieder habe die PLO ihre Bereitschaft betont, einen Palästinenserstaat in der Westbank und Gaza zu akzeptieren,”  zitierte er Resolutionen des Palestinian National Council von  974 und 1977. Das stimmte, aber diese Resolutionen enthielten nicht, wie Said weiterhin unaufrichtig zu behaupteten fortfuhr, “eine implizite Anerkennung Israels.”  Vielmehr hatten sie eine Strategie im Auge, derzufolge die Palästinenser in der Westbank und in Gaza eine Regierung bilden sollten im Fall, dass die internationale Diplomatie ihnen diese Gelegenheit böte, nicht als ein Schritt zum Frieden, sondern mit der erklärten Absicht, dieses Territorium als Kampfbasis zu nutzen, um den Rest von Palästina “zu befreien “, d.h. Israel selbst. Wie die Resolution der PNC’ 1974 festhielt: “Die PLO wird jeden Plan bekämpfen, eine Palästinensische Einheit herzustellen, deren Preis die Anerkennung (von Israel) ist, Versöhnung, sichere Grenzen und Zurückweisung der nationalen Rechte unseres Volkes, seines Rechts auf Rückkehr und Selbstbestimmung aus seinem nationale Boden.”

1988, zehn Jahre nach dem Erscheinen von Saids Buch, schwor die PLO dem Terror ab und erklärte sich bereit, sich mit der Existenz Israels abzufinden, wenn auch zweideutig. Zu diesen beiden  kardinalen Zugeständnissen bekannte man sich ganz klar nur in den Osloer Verträgen von 1993. Als Arafat schliesslich diesen unerlässlichen Schritt in Richtung Frieden machte, hätte man erwarten können, dass Said, der behauptet hatte, dies sei vorher schon geschehen, ihn lobte. Stattdessen prangerte Said seinen Helden an. Arafat, so beklagte er, habe “sein Volk in die Sklaverei verkauft,” und er nannte Oslo –  wo Israel und die PLO sich gegenseitig anerkannten und eine Zwei-Staaten-Regelung auszuhandeln  versprachen“, ein „Instrument der Palästinensischen Übergabe.”  Said hatte Arafat in seinen Terroristentagen als einen Mann “von Genius” gesehen und sagte, sein „Volk ?.?.?. liebe ihn.“ (In der Tat, “Arafat und die Palästinenser wollen???  – das war in einem gewissen Sinn austauschbar,” sprudelte er mal hervor.) Aber die Unterzeichnung dieses Abkommens mit Israel hatte Arafat  in Saids Augen auf einen Schlag in „einen starren Diktator” verwandt. Arafat und sein Kreis waren ein Haufen von “Verlierern“ geworden und waren vorbei und sollten abtreten.”

Said selbst nahm eine neue Position ein im Israel-Palästina-Konflikt. Er fasste nicht länger eine Zwei-Staaten-Lösung ins Auge, zu der er sich bekannt hatte, als die Idee noch theoretisch war, da die Hauptorganisation der Palästinenser (in deren Führungsriege er sass) nicht bereit war, die Existenz Israel in irgendeiner Form und Gestalt zu dulden. Jetzt hingegen überlegte er, wie es zu bewerkstelligen sei, dass „die zwei Völker, in einer Nation als Gleiche zusammenleben könnten.”

Das war kein ernst gemeinter Vorschlag. In Israel lebte eine grosse Zahl von Araber zwar frei, aber nicht in völliger Gleichheit, eine Tatsache, gegen die Said oft protestierte. In den arabischen Staaten hatten einst viele Juden gelebt, waren aber fast alle vertrieben worden. Mit andern Worten, Saids neue Formel war nichts Anderes als eine Laune, um gegen der einzig echte Möglichkeit zum Frieden zu opponieren. .

Diese Position zum bitteren Ende war natürlich in idealistisch tönenden Begriffen abgefasst. In diesem Sinne war es charakteristisch für Saids opus und für die Bewegung, deren so wesentlicher Teil er war. Linkssein ist die Haltung derer, die bestrebt sind, aus der Welt einen besseren Ort zu machen, durch politische Aktion, gemäss ihrer eigenen Vorstellung. Fur ungefähr ein Jahrhundert war der Marxismus das Modell dafür, der im Proletariat den Motor der Erlösung erblickte ,  eine Wahl, in der der alte christlichen Glauben wiederhallte, dass die Sanftmütigen die Erde erben sollen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch ersetzten Mahatma Gandhi, Martin Luther King, und Nelson Mandela Joe Hill, Mother Bloor, and Henry Wallace als Objekte der Verehrung. Die Farbigen und die Kämpfer gegen koloniale Unterdrückung brachten die Gemüter der Idealisten stärker in  Bewegung  als die Streikführer und Kämpfer für einen gerechten Lohn. Einmal hatte der Zionismus sich an diese älteren Linken angelehnt, indem er sich selber als eine Arbeiterbewegung begriff. Aber im späten 20. Jahrhundert, wurde er stattdessen –  und zu einem beträchtlichen Teil dank der Einwirkung von Edward Said  – umdefiniert als eine Bewegung von Weissen, die mit Farbigen um Land kämpften.  Diese Umwandlung bedeutete, dass die Linke von da an überwiegend und leidenschaftlich geschlossen gegen Israel gegen antrat. .

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 http://www.gesis.org/sowiport/search/id/iz-solis-90290072

Schon 2002 hat Siegfried Kohlhammer die fragwürdige Methode von Said analysiert.

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