Das Trugbild des moderaten Islam

EuropeNews 25 August 2012

Original:The Mirage of Moderate Islam, Canada Free Press
by Daniel Greenfield

Übersetzt von Liz (mit kleineren Korrekturen dS)

Es ist bekannt, dass Reisende, die die unendlichen Weiten der arabischen Wüste durchquerten, vor Durst und Erschöpfung halluzinierten und Oasen mit Palmen und fließendem Wasser sahen.

Westliche Politiker, die verloren sind in den Weiten des Wahnsinns, der die muslimische Welt definiert, halluzinieren gewöhnlich noch mehr von der Oase eines moderaten Islams zu der man Zuflucht nehmen könne. Ob man stirbt für einen Schluck Wasser  oder für einen Weg, um sich der Wirklichkeit zu vergewissern, eine Fata Morgana ist manchmal der einzige Weg, dies zu finden.

Der moderate Islam ist ein Trugbild, eine Projektion verzweifelter Menschen aus dem Westen, die ihre eigenen Werte und Kultur auf eine gänzlich andere Religion und Kultur projizieren.

Es ist ein Wunder, an dem viele Muslime gerne festhalten, auf dieselbe Weise wie Wüstenhändler Kelche und Gefäße mit Sand an vorbeiziehende Reisende verkauften, die dumm genug waren, dies mit Trinkwasser zu verwechseln. Und wie Reisende, die denken, sie hätten Trinkwasser, während sie eigentlich Sand schlucken, ist es eine Täuschung, die die Getäuschten letztendlich töten wird.

Wenn die westliche Kulturelite den Islam betrachtet, dann sieht sie, was sie sehen soll, um nicht in einen Krisenzustand zu fallen. Wie der Reisende, der eher Sand herunterschluckt als der Tatsache ins Gesicht zu sehen, dass er in der Wüste verloren ist, nehmen sie die Dinge so hin wie sie sind, sogar auf Kosten der Auslöschung der Nationen, denen sie vorstehen, statt sich dem vollen Umfang der Bedrohung um sie herum zu stellen. Eine Bedrohung, in die sie verwickelt sind, indem sie etwas nährten im Namen von Zielen, das zu einer Zeit Sinn gemacht zu haben schien.

Es ist leichter einen „schlechten Islam“, der aus einer kleinen Minderheit von Extremisten besteht, von einem „guten Islam“ der Herrscher der muslimischen Welt und der Welle der muslimischen Einwanderer, die ihre Strände überfluten, zu trennen. Diese Trennung entspricht keiner objektiven Realität und ist nichts anderes als ein psychologischer Verteidigungsmechanismus gegen die Erfahrungen der ganzen Realität des Desasters. Von der Titanic bis zum Zweiten Weltkrieg gab es zahlreiche ähnliche Situationen in denen die Menschen, die die Verantwortung trugen, eine beginnende Krise lieber ignorierten und einen schrecklichen Preis dafür bezahlten.

Die beiden wesentlichen Paradigmen mit denen die westliche, politische Elite den Islam sieht, ist von Seiten der Rechten die Tyrannei, und von linker Seite das Böse der westlichen Außenpolitik. Bush bediente erstere, als er das Problem als eine Tyrannei (der Diktatoren) definierte und nicht als den Islam. Indem er das Problem in den Begriffen einer Mehrheit der „guten Muslime“ , die von „schlimmen Tyrannen“ unterdrückt würden, definierte, versuchte er die Ersteren von Letzteren zu trennen, nur um zu erkennen, dass es einige größere Überschneidungen zwischen den beiden gab.

Unter Obama erlebten wir, wie die Linke ihr eigenes Konstrukt des Islam implementierte, als Widerstandsbewegung der Bevölkerung gegen koloniale Unterdrückung, die auf die Bösartigkeiten der amerikanischen Außenpolitik reagierte. Diese reflexartige marxistische Formel geht noch eine Schritt weiter als die Bush Administration, indem sie Terroristen als „gute Muslime“ und Moderate als „Yankee Marionetten“ definiert.

Aber das eigentliche Ergebnis von Bedeutung, das aus dem Kontrast dieser beiden Weltsichten hervorgeht, ist die Enthüllung, dass amerikanische politische Führer beider Seiten des Spektrums den Islam immer noch in Begriffen des Kalten Krieges zwischen Kommunismus und Kapitalismus begreifen. Wie viele Generäle, die jeden Krieg unter der Voraussetzung des letzten führen, erblicken die  Politiker des Westens den Islams in den Farbe des Kalten Krieges, der sie daran hindert, zu sehen was wirklich ist.

Wenn der Islam auch einiges gemeinsam hat mit dem Kommunismus wie auch mit dem Nationalsozialismus, ist er doch ein ganz anderes Gebilde als die beiden. Zum einen ist er in keiner Weise westlich. Er beruht nicht auf einer zentralen Führung. Er hatte mehr als tausend Jahre Zeit, in die Kultur der Regionen einzusickern, die er erobert hatte. Das hat die islamische Identität  in einer sehr viel umfassenderen Weise geprägt, als Adolf oder Wladimir dies mit ihrem eigenen Scherbenhaufen jemals geschafft hatten.

Der Islam ist älter als die politischen Bewegungen des Kommunismus und des Nationalsozialismus, die entstanden, um ein Glaubensvakuum in einem säkularisierten Westen auszufüllen, mit Träumen von rassischen und ökonomischen Utopien. Er ist die Erbsünde des Ostens, eine rücksichtslose Religion, basierend auf gestohlenem Gauben und gestohlenem Eigentum, sein Moment einer religiösen Transzendenz war nicht von Gesetz oder Geist geprägt, sondern dem Umstand der Stammesrivalitäten unter einem einzigen grünen Banner. Der Fahne des Islams.

Dieser mächtige Anspruch des Islam war in jenem Traum einer Einheit verwurzelt, einer Idee ,die für zivilisierte Menschen schwer zu verstehen ist, weil sie die Einheit als gegeben betrachten. Dennoch muss sich ein Europäer nur diesen heftigen Kampf im 19. Jahrhundert um Unabhängigkeit und eine vereinte deutsche Nation vergegenwärtigen, oder den für ein unabhängiges und vereintes Italien etwa um dieselbe Zeit. Was  letztendlich dabei heruaskam, als beide Nationen, regiert von nationalistischen Regimen, Seite an Seite gegen England und Frankreich kämpften während des zweiten Weltkriegs, könnte zurückverfolgt werden bis hin zu dem falschen Schicksalssinn, der nationale Unsicherheiten mit Blut übertünchte.

Aber Nationalismus benötigt bedeutungsvolle nationale Identitäten, während die muslimische Welt nur künstliche Grenzen aufzuweisen hat, gezogen von Kolonialverwaltungen, Unterschiede im arabischen Slang und erbitterte Familienrivalitäten. Trotz bester Bemühungen arabischer sozialistischer Autokraten wie Gamal Abdel Nasser oder Saddam Hussein, gelang es der gerühmte Einheit einer arabischen Nation nicht, sich zu verwirklichen.  Während Nasser Hitler und Hussein Stalin verehrte, war keiner von ihnen in der Lage, aus ihren jeweiligen Ländern etwas zu machen, das nur entfernt so funktional gewesen wäre wie Nazi Deutschland oder Sowjet Russland. Stattdessen hielt sich Nasser mit sowjetischer Hilfe über Wasser und Saddam Hussein durch Öldollars.

Ein kurzer Blick auf die Landkarte zeigt die Aufteilung der muslimischen Welt nach Grenzen und Politikern, aber, wie alliierte Truppen entlang der afghanisch-pakistanischen Grenzen herausfanden, die Muslime vor Ort definieren sich selbst an Hand von Zugehörigkeit zu Stämmen und Familien, nicht Nationen. Die muslimische Welt ist ein Sammelsurium enteigneter ethnischer Gruppen, zusammengepfercht in künstlichen Nationalstaaten, geschaffen von Großbritannien und den Vereinten Nationen. Nationalstaaten, die eine Stimme bei der UNO haben, eine Botschaft unweit der Turtle Bay und wenig greifbare Realität.

Wenn Sie das weit her geholt finden, bedenken Sie, dass es eine aktuelle Debatte unter aussenpolitischen Experten darüber gibt, wer eigentlich Pakistan regiert. Viele europäische Beobachter der Türkei führen eine ähnliche Debatte über das, was dort vorgeht.  In der muslimischen Welt regieren vorwiegend Familien, wie die Herrscher in Saudi-Arabien oder den VAE.- Einige Ländr werden von Diktatoren regiert, die schon an Militärputschen teilgenommen hatten und die ihre Macht erhalten, indem sie das Militär und die Geheimpolizei einsetzen. Dies sind die einzigen beiden Formen stabiler Regierung in der muslimischen Welt, die wirklich zählen.

Ohne einen Diktator oder eine mächtige regierende Familie oder Clique kommt es zum Bürgerkrieg. Jemen ist durch die Stammesrivalitäten seit Jahren in einen Bürgerkrieg verstrickt, die letzte Phase des Krieges wird unter Beteiligung von  Al-Kaida geführt.

Anwar Al-Awlaki, der berüchtigte Imam, hat sich Al-Kaida nicht aus blossem Ärger oder aus  ideologischen Gründen angeschlossen,  er tat es, weil die Awlaki Familie mit der jemenitischen Al-Kaida alliiert ist. Denken Sie für einen Moment darüber nach, und sie werden einen byzantinischen Irrgarten an Loyalitäten und Allianzen in den weiten Wüste der muslimischen Welt erkennen.

Kaiser- und Königreiche verbanden Kirche und Staat, um sicherzustellen, dass es keinen Widerspruch zwischen Religion und den weltlichen Autoritäten gab, dass der Wille des Königs auch der Wille Gottes sei. Mohammed versuchte es mit demselben Trick, indem er alle Religionen abschaffte bis auf die eine, die er selber gerade geschaffen hatte, um die sich bekriegenden Familien und Stämme zusammenzuschweißen. Dieser Akt war und ist die wesentliche Basis des Islams. Alles andere ist geborgter Glanz aus anderen Religionen, die er unterwarf und zerstörte, um Platz zu machen für den Islam.

Für Muslime war diese anfängliche Abschlachterei der einzig wahre Akt von religiöser Bedeutung,  der zählte. Denn für einen kurzen durchscheinenden Moment wurden die gegenseitigen Vernichtungskämpfe brutal unterdrückt und Tausende von Wüstenkriegern und Stammesangehörigen, die sich sonst dauernd den Rücken fielen, wurden dazu gebracht, sich selbst als etwas Größeres und Weiterreichendes zu sehen .

Natürlich fiel diese falsche Einheit zurück in die sich bekriegenden Familien und Stämme. So dass alles in einen unerreichten Traum zerfiel. Dies ist der Grund, warum der Djihad die ultimative religiöse Aktion ist für einen Muslim und warum das Kalifat das größte religiöse Ziel ist.

Für die Muslime ist der Islam eine perfekte Form globaler Einheit, die um jeden Preis erreicht werden muss.

Angesichts dieses Verständnisses ist jedes Gerede über einen moderaten Islam eine Farçe. Für die Muslime ist der Islam das, was das Tausendjährige Reich für Nazis war und eine Vereinte Welt für die Sozialisten ist. Eine perfekte Form globaler Einheit, die um jeden Preis erreicht werden muss.

Ein moderater Muslime muss ein solches Ziel „friedlich“ vorantreiben, durch Dawa oder Missionsarbeit, aber es haben erfolgreiche muslimische Massenkonversionen stattgefunden, entweder direkt oder indirekt durch das Schwert. Sogar muslimische Missionserfolge im Westen finden im Kontext des muslimischen Terrorismus statt. Es gibt keinen Islam ohne das Schwert, denn er hat keine Bedeutung oder Identität ohne Gewalt. Ein nicht-gewalttätiger Islam ist nichts anderes als eine Ansammlung von Stammessitten und geborgten religiösen Ideen. Dies verschwindet schnell im Säkularen und Kulturellen und treibt die Islamisten dazu, ihren Kernethos wieder zu beleben durch Gewaltakte und Terror.

Das ist es, was die westlichen kulturellen und politischen Eliten nicht verstehen. Die Rechte hat Recht wenn sie sagt, dass der Islam wie der Kommunismus durch Kapitalismus geschwächt werden kann, aber er kann dadurch nicht zerstört werden, schliesslich ist er unter Händlern entstanden. Die Früchte des Kapitalismus können dazu beitragen, den Islam zu säkularisieren, aber nicht ohne derselben Art von Händlern zu Macht zu verhelfen, die auch halfen, ihn zu erschaffen. Darum hat der amerikanische Kapitalismus mitgeholfen, die terroristische Bedrohung zu erschaffen, indem er die neuen Herrscher Mekkas, das Haus Saud, bereicherte, die ihre eigene Macht ausgeweitet haben,  indem sie eine neue islamische Invasion sponserten gegen ihre besten Kunden im Westen. Und so wiederholt sich die Geschichte wieder einmal.

Die Islamisten haben gezeigt, dass sie sowohl Kapitalismus als auch Demokratie effektiv ausnutzen können, um ihre Ziele zu erreichen.

Die Islamisten haben gezeigt, dass sie sowohl Kapitalismus als auch Demokratie effektiv für ihre Ziel ausnutzen können. Der Kapitalismus brachte die Sowjetunion zu Fall, konnte den Russen aber keine bedeutsame Identität verleihen. Stattdessen finanzierte er den Aufstieg eines neuen russischen totalitären Regimes aus KGB Funktionären und Oligarchen, die wohlhabend wurden durch die Profite aus westlichen Geschäftsunternehmungen. Sogar das kommunistische China hat gezeigt, dass es den Kapitalismus einbauen kann und ist dadurch zu einer noch ernsteren Bedrohung geworden.

Der fundamentale Irrtum der konservativen amerikanischen Politiker bestand in der Annahme, dass Kapitalismus und Demokratie die absoluten Formen des Guten seien, in Wirklichkeit sind es einfach nur Werkzeuge und Prismen, die unterschiedliche Kulturen benutzen, um ihr Potential auf verschiedene Arten auszudrücken. Die Bush Administration hat die Grenzen der Anwendbarkeit der Kalten-Kriegsrhetorik auf die islamischen Realitäten aufgezeigt. Oder die Behandlung von 1,5 Milliarden Menschen als demographisches Äquivalent zu 1500 Nuklearbomben, ohne jemals die Einstellung hinter der Diplomatie zuzugeben.

Die Linken jedoch haben noch weniger Recht, sie sind in ihre alte Angewohnheit zurückgefallen, alle Feinde als Widerstandsbewegungen gegen  Kapitalismus, Globalismus und all die anderen Ismen zu behandeln, die sie mit den Nationalstaaten der Industrienationen assoziieren. Wenn die Rechte immer noch ein Echo von Ronald Reagan ist, dann steckt die Linke noch immer fest im philippinisch-amerikanischen Krieg des 19. Jahrhunderts. Und während die Rechte gezeigt hat, dass sie lernfähig ist, hat die Linke lediglich gezeigt, dass sie dieselben selbstzerstörerischen Dinge weiter hinausposaunen kann, nur noch lauter. Die Obama Administration ist eine Übung in nationalem Selbsthass. Ein Bussritual für die Sünden des westlichen Erfolgs, ähnlich einem Anorektiker, der sich nach jeder Mahlzeit erbricht.

Wenn die Rechte noch einige Ideen hat, wie man mit dem Islam umgeht, dann hat die Linke schon entschieden, dass der Islam in schon Ordnung geht. Dahinter steckt keine Logik, sondern dieses „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, zusammen mit einer gesunden Dosis Orientalismus und Fetischisierung des Edlen Wilden.

Der Hauptgrund für islamische Empörung ist, dass diese Zurschaustellung von Wut es Muslimen erlaubt ein Gespür von Macht zu fühlen.

Die amerikanische Außenpolitik löst muslimische Wutanfälle aus, so wie die Karikaturen in Europa, die jüdischen Siedlungen in Israel, die Buddhastatuen in Afghanistan, die britischen weiblichen Touristen in Dubai, ein Teddybär namens Mohammed im Sudan und zahllose andere „Irritationen“. Aber keine dieser Entschuldigungen sind der wahre Grund. Der Hauptgrund für die islamischen Wutausbrüche ist, dass diese Zurschaustellung von Wut es den Moslems erlaubt, ein Gefühl von Macht zu erleben. Wut macht kleine Männer stark, ob sie nun ihre Frau schlagen oder sich selbst in Cafés in die Luft jagen. Die Ausreden  „Sie hat mich dazu getrieben“, „Sie hätte nicht vor dem Fernseher stehen sollen“, oder „Sie hat das Essen nicht rechtzeitig fertig gehabt“, sind eben das. Ausreden. Der wahre Grund ist ein Gefühl von Macht, das mit der Wut kommt.  Dieses Gefühl, plötzlich grösser als das Leben zu sein. Diese Wut ist ihre eigene Ursache und ihre eigene Belohnung, und das ist es, was der Islam den Muslimen gibt. Der Djihad. Das Kalifat. Die Wut im Namen Allahs.

In Amerika unterscheiden sich die demokratischen und republikanischen Spitzenpolitiker hauptsächlich in den ansichten darüber, wie winzig diese „winzige Minderheit von Extremisten“ wirklich ist und wer schuld an ihrem Extremismus ist. Die hässliche Wirklichkeit, dass ihre gesamte Sicht des Islam auf einem Trugbild beruht, ist nicht etwas, was sie akzeptieren wollen.  Aber von den Taliban oder Al-Kaida zu sprechen, ohne den Islam zu erwähnen, ist so absurd wie über die Gulags zu sprechen, ohne den Kommunismus zu erwähnen. Das bedeutet, dass nicht nur die Probleme niemals gelöst werden, sondern auch, dass man sie niemals ansprechen kann. Weil wir die Ursache niemals festgestellt haben.

Stattdessen versuchen wir den islamischen Terrorismus zu bekämpfen, indem wir Allianzen pflegen  unter den sich ständig bewegenden Fraktionen von Regierungen, Milizen, Warlords und  Stammesältesten, in der Hoffnung, sie benutzen zu können – nur um stattdessen als Pfand in ihrem eigenen Spiel benutzt zu werden. Das ist genau das, was in Afghanistan und im Irak passiert ist. Es ist unter den palästinensischen Arabern und der jemenitischen Regierung passiert, in Pakistan und Saudi-Arabien und anderswo, – dort wo wir versuchen die westliche Art von Politik anzuwenden.

Der Islam kennt keine Trennung von Moschee und Staat, weil es in Wirklichkeit keinen Staat gibt, nur die Moschee.

Die muslimische Welt hat Technologie, aber keine Zivilisation. Westliche Nationen haben dem islamischen Osten die Erscheinungsform von Nationen gegeben und die Früchte der Industrialisierung, ohne zu erkennen, dass man Perlen vor die Säue wirft. Ein Schwein mit einer Perlenhalskette ist immer noch ein Mitglied der Schweinefamilie. Nur jetzt ist es ein gut angezogenes Schwein. Wir haben die muslimische Welt schick angezogen, aber darunter sieht es nicht viel anders aus als zu Zeiten der kriegerischen Stämme, die Mohammed zusammenzuschweissen versucht hatte mit Hilfe des Islam. Und das ist der Grund, warum der Islam die Macht behält, die er ausübt. Der Islam kennt keine Trennung von Moschee und Staat, weil es in Wirklichkeit keinen Staat gibt, nur die Moschee. Der große Traum von einem Millenium einer übergreifenden globalen muslimischen Einheit. Ein Großer Sprung nach vorn über die Spaltung der Stammesgrausamkeiten hinweg, hinein in ein Kalifat, das alle Errungenschaften aller anderen Völker zunichte machen und ein für allemal demonstrieren will, dass der Muslim über den Rest der Welt herrscht.

http://www.canadafreepress.com/index.php/article/48919

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Drei Fundamentale Fehler im Umgang mit dem Islam

Original.: Three Fundamental Mistakes in Dealing with Islam

by Daniel Greenfield, übers.  dS

http://frontpagemag.com/2012/01/16/three-fundamental-mistakes-in-dealing-with-islam/

Jan 16th, 2012

Wir haben drei fundamentale Fehler gemacht im Umgang mit dem Islam 

Erstens nahmen wir an, dass die nur politisch akzeptable Antwort auch die richtige wäre. Das ist der häufigste Fehler, den Politiker machen.

Zweitens haben wir ein Konstrukt von einem moderaten und einem extremen Islam errichtet, das unsere Sicht von aussen wiederspiegelte. Dieses Konstrukt hat keinen theologische Bezug zu irgend einem aktuellen Glaubensüberzeugung oder Bewegung innerhalb des Islam. 

Hatten wie die Unterscheidung in modern und fundamentalistisch gemacht, hätten wie wenigstens Worte gebraucht, die etwas bedeuteten. Stattdessen brauchten wie moderat und extrem in einem militärischen Sinn, womit feindlich und freundlich oder neutral gemeint ist. Aber wie ein Vietnam-Ära-Präsident und militärischer Befehlshaber hätte wissen sollen, ist in einem Guerilla-Krieg nicht jeder, der nicht auf einen schiesst, freundlich oder neutral.

Unser Konstrukt war schwarz und weiss mit einigen Grauschattierungen. Aber die Moslemische Welt besteht aus lauter Grautönen. Dieses absolute Wahl, vor die wir sie stellten: „Ihr seid entweder für oder für die Terroristen“ war ihrer Kultur und ihrer Lebensart fremd. Vielfältige schichten widersprüchlicher Beziehungen und Allianzen sind die Norm in dieser Region. Man geht davon aus, zu verraten und verraten zu werden, ebenso wie man damit rechnet zu betrügen und betrogen zu werden, während man um einen Teppich im Souk feilscht. In einer Region, wo Koalitionen zwischen Faschisten, Kommunisten und Islamisten als machbar gelten, existieren keine Widersprüche, alle Allianzen sind nützlich und bauen auf den erwarteten Betrug. Das Aufkommen des Islam selbst war auf gebrochenen Friedensverträgen gebaut. So ist es denn kein Wunder, dass sie als Antwort auf Bush’s Vorprämie beides wählten, uns und die Terroristen. Amerika und die Terroristen zugleich zu beschwichtigen war ihre Version der politisch sicheren Mittellinie, der Weg des geringsten Widerstands und die einzig akzeptable Option.

Und je mehr wir über die Friedfertigkeit des Islam plapperten, desto mehr glichen wir Leuten,. Die man leicht beschwichtigen kann mit ein paar Gesten. Und so waren es die Islamisten, die bedrohlicher wurden und die den Nutzen aus ihrer Beschwichtigung zogen. Wir hatten Moslemische Länder um eine Allianz ohne gemischte Loyalitäten ersucht, in einer Region, wo nur Verwandte darum fragen oder auf solch ein Arrangement zählen können. Und wir sind nicht von ihrer Sippschaft, weder Blutsverwandte noch – erst recht nicht – Religionsverwandt. Während wir darauf bestanden, dass alle Menschen gleich seien, war das ein Grundsatz unseres Glaubens, nicht des ihren. Und sie glaubten nicht, dass wir daran glaubten.

Statt zu begreifen, was die moslemische Welt war, hatte wir schon entschieden, wie sie sei nach unseren Wunschvorstellungen. Aber unsere Perspektive war eine fremde. Sie mochten sich anbiedern, aber sie würden niemals ihre eigenen Ansichten davon bestimmen lassen. Wir mögen von einem moderaten oder extremen Islam reden, aber das ist unsere Idee, nicht ihre. Es gibt mehr als eine Form des Islam, sie sind nicht durch ihren Extremismus oder ihre Moderatheit definiert. Auch nicht durch ihre Nähe zur Gewalt. Nicht mehr als wir.

Die Theologie des Islam ist gewaltträchtig, weil Gewalt immer ein Mittel zur seiner Expansion war. Wenn wir Moslems veranlassen wollen, sich selbst von  Gewalt zu distanzieren, dann fordern wir sie auf, sich vom Islam zu distanzieren. Und das werden sie nicht tun. Sie werden je nach Zusammenhang  einige Terrorakte verdammen, was von der Identität der Täter abhängt und den Zielen, und der Wirkung der Taten auf die Nation und Ideologie des oder der infrage stehenden Moslems. Aber sie werden wieder andere Terrorakte als gerechtfertigten Widerstand bezeichnen. Die Unterschiede sind nicht moralischer Art, sondern hängen vom Kontext ab.

Die moslemische Welt ist eine Grauzone, voll von Allianzen, die auf Sand geschrieben sind, wo jedes Prinzip verbogen werden kann bei Bedarf, aber sie wird dominiert von einer Religion, die sich als moralisch absolut ausgibt. Das ist ein inhärenter Widerspruch. Und wie die meisten moralischen Konflikte wird er gelöst durch Selbsttäuschung. Unsere absoluten Standards sind ohne Bedeutung, wenn sie auf die moslemische Welt angewandt werden. Sie haben moralische Kraft, aber wenig praktische Bedeutung.

Die Mässigung ist im Islam nicht seine theologische Lehre, es ist nur Pragmatismus. Seine Fanatiker sind die zuverlässigsten, und seine Pragmatiker die am wenigsten Vertrauenswürdigen. Wir haben unser Vertrauen in die Mässigung der Pragmatiker gesetzt, aber Pragmatismus mit moderaten Einstellungen, Moral oder Freundschaft zu verwechseln, ist nicht besser als Sand von einer Fata Morgana aufzuschlecken und das Wasser zu nennen.

Unser dritter und finaler Fehler war es, zu glauben, dass wie alle oder die meisten Karten in der Hand haben und frei wären, soviele davon herzugeben wie wir wollten. Aber je mehr wir meinten, die Oberhand zu haben, desto mehr verloren wir aus der Hand. Weil wir nicht die Kontrolle hatten. Die politischen, religiösen und bewaffneten Konflikte, mit denen wir beschäftigt waren, wurden nach ihren Regeln, nicht unseren ausgefochten. Sie begannen den Krieg. Sie entschieden, wann Gewalt eingesetzt oder gestoppt wurde. Ihre Gewalt gab den Ton an, wir versuchten sie zu entschärfen. Unsere Versuche, die Mässigung in der moslemischen Welt zu fördern, waren Reaktionen. Es ist der Sprengstoffbomber, der die Initiative hat, wenn er sich einmal entschieden hat zu handeln. Und vo versuchten wie, den Sprengstoffbombern beizubringen, keine Bomben zu gebrauchen, während die Bomber uns beibrachten, sie zu beschwichtigen.

Wenn ein Psychiater Ratten dafür belohnt, dass sie aus einem Labyrinth herausfinden, ist es dann der Psychiater, der die Ratten trainiert, den Ausgang zu finden, oder sind es die Ratten, die ihn trainieren, ihnen Käse zu geben. Die Antwort auf diese frage hängt davon ab, wer das Experiment kontrolliert. Während wir dachten, wir machten Versuche mit der moslemischen Welt, um sie moderater zu machen, machten sie in Wirklichkeit Versuche mit uns, um uns beizubringen, wie man sie beschwichtigt.

Während wir versuchten, die moslemische Welt in unser Labyrinth mit zwei Ausgängen zu zwingen, von denen einer mit „extrem“ und einer mit „moderat“ gekennzeichnet war, bewegten in Wirklichkeit sie uns in ihren Über-Irrgarten mit zwei Öffnungen, „Tod“ oder „Appeasement“. Unser Plan war es, sie andauernd zur Wahl der moderaten Ausgänge zu zwingen, um sie zu mässigen und jede Verbindung zum Terrorismus bei ihnen zu durchbrechen. Aber unsere Hauptmethode, sie dahin zu bringen, war die Beschwichtigung, Appeasement. Nachdem wir ins Stocken geraten waren im Iraq, wurde Appeasement unsere einzige Methode. Während wir dachte, sie zum moderaten Ausgang in unserem Labyrint zu leiten, indem wir sie beschwichtigten, führten sie uns in ihrem Irrgarten zum Appeasement-Ausgang.

Die Ratten stellten sich als Trainer des Psychiaters heraus, und sie machten ihren Job hervorragend. Die moslemische Welt ist anti-amerikanischer als sie es vor 10 Jahren war, während wir pro-moslemischer sind. Jedesmal wenn sie den moderaten Ausgang gefunden haben und uns versichern, wie friedvoll der islam ist, beschenken wir sie mit dem Appeasement-Käse. Statt dass wir ihnen beibringen, moderat zu sein, wenn sie als Belohnung unser Appeasement bekommen, haben sie uns beigebracht, sie zu beschwichtigen, wobei sie als Lohn ihre moderate Haltung vortäuschen. Wie Touristen im Souk, wurden wir übel betrogen, indem wir gutes Geld für einen unechten Teppich gaben. Aber schlimmer noch als das – wir wurden zu Ratten in ihrem Labyrinth gemacht, die herumrennen, um sie zu beschwichtigen, in der Hoffnung, sie belohnen uns, indem sie moderat werden.

Pawlow hat es vordemonstriert: wenn man einmal Hunden beibringt, das Läuten einer Klingel mit Fressen zu verbinden, dann speicheln sie, wenn nur die Klingel läutet, auch wenn es kein Fressen gibt. So rennen auch Ratten im Labyrinth weiter, selbst wenn es keinen Käse gibt. Und so fahren Regierungen fort, den Islam zu beschwichtigen, auch wenn der versprochene Käse des  moderaten Islam keinerlei irgendwie bedeutende Veränderungen bietet am Einsatzort. Ein Plan der da oder dort in die Brüche geht. Oder sogar eine Moschee, die ihre Türen dem FBI oder Scotland Yard öffnet, genügt ihnen. Aber ist es das FBI, das den Moslems beibringt, kooperativer zu sein, oder sind es die Moslems, die dem FBI beibringe, entgegenkommender zu sein. Wer ist der Psychiater und wer ist die Ratte?

Durch den Einsatz von Gewalt macht die moslemische Welt uns zu ihren Ratten. Wir reagierten auf ihre stimuli, als wir uns verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrem Irrgarten der Gewalt umsahen. Ausser wir ergriffen die Initiative sie anzugreifen – der Ort der Kontrolle war immer auf ihrer Seite. Und selbst wenn wir die Initiative ergriffen, geschah es immer als Antwort auf ihre Gewaltakte. Wir führten immer noch den Krieg nach ihren Regeln. Ob wir versuchten, mit ihnen zu arbeiten, sie zu reformieren, sie zu erreichen und zu beschwichtigen. Wir rannten im Labyrinth herum und tun es noch. Halb verhungert suchen wir immer noch nach dem Käse, den es dort nicht gibt.

All das treibt das Schwungrad des Appeasement rund. Je mehr wir es drehen, umso schlimmer wird die Gewalt. Die Fähigkeit zum Terrorismus machte die Moslems berühmt. Sie sind tickende Zeitbomben geworden, die zu entschärfen wir umgetrieben werden. Wir überschütten die moslemische Welt mit Respekt, Geld, politischer Macht und allen möglichen Dingen, die sie davon abhalten könnten, uns zu killen. In den Köpfen unserer Führer ist es von vitalem Interesse, sie so zu machen wie wir, so dass sie uns nicht töten werden. Was bedeutet, dass es wirklich ihr Interesse ist, uns zu töten. Statt sie zu belohnen für moderate Haltung, belohnen wir sie für ihren Extremismus.

Je mehr wir sie beschwichtigen, desto gewalttätiger werden sie. Und je mehr wir uns selber an das Appeasement gewöhnen, umso schwerer ist es für uns damit aufzuhören. Unser schlimmster Fehler im Umgang mit der moslemischen Welt bestand darin, uns selbst an die Appeasement-Lösung  zu gewöhnen. Sie zu einer Reflex-Handlung zu machen. Amerikanische Politiker wählten sie als ihren Weg des geringsten Widerstands zwischen vollständiger Übergabe und umfassendem Krieg als ihren sicheren Weg durchs Labyrinth. Sie rechtfertigten es als eine Strategie des Keil-Treibens, um die Minderheit von Extremisten, die einen superislamischen Staat wollten, von der Mehrheit, die Frieden und Wohlstand wünsche, zu trennen. Wir wollten den Islam durch Umarmung reformieren. Die Mehrheit der Moslems würde Frieden und Wohlstand wählen und sich mit uns verbünden, um die Extremisten zu isolieren. Dann würden wir die Keil-Strategie anwenden, um die Extremisten in die moderaten Extremisten und die extremen Extremisten zu spalten. Wir würden das Zuckerbrot der ausländischen Hilfe und enger Beziehung zu den Vereinigten Staaten gebrauchen und die Peitsche der militärischen Intervention, wir würden di terroristischen Gruppen und ihre Unterstützerstaaten zwingen, entweder das Zuckerbrot oder die Peitsche zu wählen.

Aber es war die moslemische Welt, die uns gezwungen hat, zwischen ihrem  Zuckerbrot und ihrem Stock zu wählen. Das Zuckerbrot war eine positive Beziehung mit der moslemischen Welt, der Stock war eine negative Beziehung. Und seit 2001 jagen wir nach dem Zuckerbrot, während wird Prügel über den Schädel bekommen mit dem Stock. Einige unserer Politker haben begriffen, dass es kein Zuckerbrot gibt, nur den Stock. Für diese “Neuen Realisten” ist das Vermeiden des Stocks oder wenigstens das Verringern der Keulenschläge zum neuen Zuckerbrot geworden.

Wenn wir brave kleine Ungläubige sind, werden wir nur fünf Terrorattacken im Jahr bekommen statt zehn. Wir werden hundert Vergewaltigungen haben statt 200, wenn alle unsere Burqas tragen, Und selbst das ist eine weitere Illusion. Die moslemische Welt kann ihre eigene Gewalt nicht kontrollieren, nur kanalisieren. Es gibt nichts zum Abschalten. Nur Röhren, die sie gebrauchen, um sie in unsere Richtung zu leiten. Sie können uns keinen Frieden anbieten, es liegt nicht in ihrer Macht. Nur indem sie ihre eigene Gewalt nach innen lenken, könnte sie das. Und das ist offensichtlich nicht in ihrem Interesse. Nur durch eine kräftige Demonstration, dass die Gewalt absolut nicht in ihrem Interesse ist, werden wir ihr je Halt gebieten können, Und um das zu tun, müssten wir ihnen bedrohlicher für sie sein als ihre eigene Bevölkerung es ist. Appeasement ist der schlechteste Weg dazu.

Mit unserem ersten Fehler beschränkten wir unsere Handlungsoptionen auf einen einzigen Kurs. Mit unserem zweiten Fehler begaben wir uns auf diesen Kurs, gestützt auf ein Konstrukt, das keinen Bezug hatte zur Wirklichkeit der moslemischen Welt. Mit unserem dritten und finalen Fehler wurde dieser Kurs missbraucht, unser Verhalten zu manipulieren, was uns dazu brachte, denselben desaströsen Verlauf unseres Handelns immer und immer wieder zu wiederholen. Je weiter wir damit fortfuhren, umso mehr schien es der einzig mögliche Kurs zu sein. Und unser einziger Weg, zu überprüfen, ob wir Erfolg hatten oder nicht, war ein fehlgeleitetes Konstrukt, das nicht dazu taugte, wozu wir es brauchten.

In die Realität übertragen heisst das: auf dem falschen Weg fahren, mit einer Karte vom falschen Land und in dieselben Richtung immer und immer wieder, denn statt zu erkennen, dass da etwas nicht stimmen kann, schauen wir bloss auf die Karte und nehmen an, wenn wir dieselbe Strecke oft genug wiederholen, werden wir schon ans Ziel kommen. Selbst wenn wir gar nicht mehr wissen, was dieses Ziel ist, weil wir uns so daran gewöhnt haben, im Kreis zu fahren, dass der Zirkel uns wie unser Ziel erscheint.

Wie die meisten Fehler, die auf einem Prozess beruhen, der von Anfang an falsch war, können wir nur anfangen ihn festzustellen, indem wir zurückgehen bis zum ersten Bruch in der Kette der Logik, dem ersten Missverständnis. Erst dann werden wir in der Lage sein, die Spirale zu durchbrechen und neu anzufangen.

http://frontpagemag.com/2012/01/16/three-fundamental-mistakes-in-dealing-with-islam/

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