Ralph Giordano

In memoriam

Ralph Giordano war eine der profiliertesten Stimmen des von Humanität motivierten Widerstands gegen die Islamisierung. Mit seinem Tod hat die demokratische Islamkritik einen unerschrockenen Menschenrechtler und Humanisten verloren, der als überlebender Jude in Deutschland von Neonazis und als Islamkritiker, der sich mit den Islamverfolgten und -bedrohten solidarisierte, von islamophilen Linken gemobbt und vom Moslems mit Mord bedroht wurde, von letzteren schlimmer sogar als von den Rechtsextremen, wie er einmal sagte. Sein vehementer Protest gegen den neuen Totalitarismus in Europa wird aber von den Meinungsregulierern der gleichgeschalteten Medien der deutschen Islamlobby sorgfältig und schlau unterschlagen, ohne ihn sitzen sie sicherer auf ihren Stühlen.  Der einst vor den Nazis untergetauchte Intellektuelle, der sich schon vor Jahrzehnten freimütig zu seiner früheren prokommunistischen Parteinahme bekannte, die er als grossen Irrtum bereute angesichts der Verbrechen, die in den Bloodlands begangen wurden, war sehr viel integrer als die vielen wohletablierten „Linksintellektuellen“, die bis heute mit dem ML liebäugen und  es sich in feudalen Meinungsmonopolen unterm Leninbild bequem gemacht haben.  Er war moralisch erschütterbar, ein wortgewaltiger Kämpfer, kein Opportunist, kein Wischiwaschi-Allesversteher der intellektuell aufpolierten schönen neuen Welt der Multikulturdesigner.  Der alte Giordano musste noch erfahren, wie auf deutschen Strassen wieder antisemitische Parolen gegrölt wurden, diesmal an antiisraelischen Demonstrationen, an denen der Moslemmob der Islamofaschisten gemeinsam mit linkstotalitären Terroristenfans marschierte und Slogans wie „Juden ins Gas“ gerichtlich genehmigt wurden.  In seinen letzten Lebensjahren also musste der Zeuge der späten allzuspäten Judenmordprozesse, den nach einem solchen Gerichtsverfahren „ein Gefühl der Unwirklichkeit“ befiel,  den Beginn des nächsten  totalitären Zeitalters miterleben, das wir heraufziehen sehen,  den Anfang von wieder wirklich finsteren Zeiten, in denen die Lebenden die Toten beneiden werden.

Regine van Cleev

 

RALPH GIORDANO –  INTEGRATION UND FREIHEIT

02.06.07

Meine Forderung an die politische Leitung der Stadt, die Pläne zum Bau einer zentralen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld einzustellen, weil sie angesichts der gescheiterten Integration ein falsches Bild von den wahren Beziehungen zwischen muslimischer Minderheit und Mehrheitsgesellschaft entwerfen, hat mir schwere Morddrohungen eingebracht, unmißverständlich und in türkischer Sprache (womit ich diesen Teil der Minderheit nicht unter Generalverdacht stellen will).

Dazu erkläre ich bindend: Ich werde mich auch weiterhin tabulos wenden gegen alle grundgesetzwidrigen und damit integrationsfeindlichen Verhältnisse und Zustände innerhalb der muslimischen Minderheit, allen voran gegen die inakzeptable Stellung der Frau (wie sie niemand erschütternder dokumentiert hat, als die türkische Soziologin Frau Dr. Necla Kelek, im Namen aller anderen entwürdigten und bedrohten Leidensgenossinnen). Ich werde auch weiterhin kritisch Stellung nehmen gegen jene Imame und Verbandsfunktionäre, die den liberalen Rahmen und die Toleranz der freiheitlichen Verfassung nutzen, um totalitäre Ansichten von Staat und Religion in ihren Enklaven durchzusetzen; die die Spielregeln rechtsstaatlicher Verfasstheit unterminieren, mit antiwestlicher Indoktrination Scharia-orientierten Unterricht geben und die Standards der Demokratie – wie Koedukation, Sexualunterricht, Sport, Klassenfahrten, Geschlechtergleichheit – verweigern.

Ich werde auch weiterhin auf meiner kulturellen Selbstbestimmung beharren, auf einer Lebensform, die die meine ist und die in mannigfacher Hinsicht mit der muslimischen nicht übereinstimmt. Und ich will das sagen dürfen, unbehelligt. Ich will sagen dürfen, dass ich auf deutschen Straßen weder Burka-Trägerinnen noch Tschador-Verhüllten begegnen will, so wenig wie Muezzin-Rufe von haushohen Minaretten hören. Auch will ich öffentlich darüber grübeln dürfen, daß ein EU-wärts strebender türkischer Außenminister seine Töchter in Deutschland studieren läßt, weil sie hier tun können, was in der Türkei offiziell verboten ist, nämlich ungehindert mit dem Kopftuch in die Vorlesung zu gehen. Wobei ich die Vorstände der meisten muslimischen Verbände in Deutschland, darunter die Ditib, nicht um Aufklärung bitten werde, weil ich von dieser Seite nichts als Verschleierung erwarte.

Ich werde meine Ansicht von Meinungsfreiheit auch nicht einem Ungeist anpassen, der sie so auslegt: „Alle haben das Recht, ihre Meinung frei auf eine Weise auszudrücken, die der Scharia nicht zuwiderläuft.“ Nein und dreimal nein! Die Scharia, das Gesetz des Islam, ist notorisch grundgesetzwidrig, ein skandalöser Anachronismus, das Fossil einer überholten Menschheitsepoche und ein schweres Hindernis auf dem Wege zur Reformierung und Modernisierung des Islam. Sie wird von mir genauso selbstverständlich in die kritische Methode einbezogen wie der Koran, die Biographie Mohammeds und das Alte und das Neue Testament. Und ich will das sagen, schreiben, denken dürfen – offizielle Fatwa-Drohung hin, inoffizielle her.

Wo sind wir denn, dass wir uns überlegen müssten, ob unser Tun und Handeln radikalen Muslimen gefällt oder nicht? Wo sind wir denn, dass wir uns in vorauseilendem Gehorsam von religiösen und anderen Fanatikern vorschreiben ließen, was wir sagen dürfen oder nicht? Wo sind wir denn, daß wir in die Knie gehen vor jenen offenbar jederzeit von irgendwelchen hiesigen Imamen abrufbaren islamischen Zorn- und Empörungskollektiven zwischen Kairo und Ball, wie der Streit um die dänischen „Mohammed-Karikaturen“ sie uns vorgeführt hat? Ich bin der Traditionen, Sitten und Gebräuche überdrüssig, die jede Kritik in Beleidigungen umfälschen, selbst aber höchst verschwenderisch mit Verbalinjurien gegen Andersgläubige zur Hand sind.

Ich wehre mich gegen ein Erpresserpotential, das uns unter islamischer Beobachtung halten will und seine Tentakel von Zentral- und Vorderasien bis in die Mitte Europas ausgeworfen hat: Wer nicht kuscht, der lebt gefährlich! Soll ich nun schweigen und alle meine erkämpften und erlittenen Kriterien verraten, weil auch mir mit Mord gedroht wurde? Was, Germania, ist hier falsch gelaufen, dass heute so gefragt werden muß? Damit komme ich auf jene professionellen Multikulti-Illusionisten, xenophile Anwälte aus der linksliberalen Ecke, wie Hans Chrisian Ströbele und Claudia Roth, gnadenlose Verneiner berechtigter Eigeninteressen der Mehrheitsgesellschaft und Großverhinderer jeglicher realistischen Lagebeurteilung des Immigrantenproblems – sie sind im Auge zu behalten.

Ich jedenfalls stehe an der Seite aller säkularisierten Muslima und Muslime, die mit Reformen den Weg zu einer Integration freimachen wollen, die diesen Namen verdient – ein Ziel, von dem wir noch weit entfernt sind. Was mich nicht hindert, es mit meinem Molekül näher zu bringen. Denn eine friedliche Alternative zur Integration gibt es nicht.

http://antiislam.wordpress.com/2007/07/30/ralph-giordano-integration-und-freiheit/

 

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Ein Kommentar zu “Ralph Giordano

  1. Pingback: Die deutsche Anti-Israel-Front trauert um ihren Trommler | diesiebtesichel

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