Das Rudelgesetz: Die Medienhetze gegen Hedegaard

Schuld sind die Opfer

EuropeNews • News-Ticker • 5 März 2013
Original: Blaming the victim
Gatestone Institute, Von Douglas Murray
Übersetzt von NG

Seit wann ist Islamkritik ein Vergehen? Seit wann verstößt man gegen das Gesetz, wenn man die Rechte von Schriftstellern, Journalisten und Künstlern verteidigt, das zu sagen, zu schreiben und zu zeichnen, was sie wollen?

Man muss sich wirklich wundern. Das sind keine saudischen Zeitungen oder die Tehran Daily News, die diese Hetzkampagnen fahren – es sind vermeintlich „liberale” Zeitungen in vermeintlich „liberalen” Ländern mit einer vermeintlich „liberalen” Demokratie.

Die Verkommenheit einer Kultur und die Handschrift einer Politik lässt sich leicht daran ablesen, wem in einer bestimmten Angelegenheit die Schuld zugeschoben wird. Für eine starke, selbstbewusste Kultur ist es nicht schwierig, zwischen der Feuerwehr und dem Brand zu unterscheiden. Schwachen, verwirrten und ängstlichen Kulturen fehlt diese Fähigkeit völlig.

Wenn jemand einen Terrorakt ausführt, fragen sich solche Kulturen: Ist der Terrorist Schuld oder die Opfer? Wenn ein Land Opfer einer Gewalttat wird, sind diejenigen, die die Tat begangen haben die Beschuldigten, oder könnte es auch die Schuld des Landes sein, das angegriffen wurde?

Nach dem 11. September gab es die unglaubliche Anschuldigung, Amerika habe „es selbst heraufbeschworen“. Die Cambridger Professorin für Altphilologie, Mary Beard, kommentierte unrühmlich in der London Review of Books: „Wie höflich man es auch immer verpacken mag, die USA hat sich das selbst zuzuschreiben.“ Man wird sich der infamen Aussage Ward Churchills erinnern, in der er behauptete, die Menschen in den Twin Towers seien „kleine Eichmanns“ gewesen, und nicht etwa diejenigen, die die Flugzeuge in die Türme flogen.

Wenn ganze Nationen die Schuld für Angriffe auf ihr Territorium zugeschoben bekommen, ist das schlimm genug. Unendlich viel schlimmer ist es – weil jegliche Solidarität, mit der sich ein Land trösten kann, hier völlig fehlt – wenn eine Einzelperson für das beschuldigt wird, was ihr geschehen ist. Vor allem dann, wenn es sich um einen Anschlag auf deren Leben handelt – ob „erfolgreich“ oder nicht.

Als der niederländische Politiker Pim Fortuyn kurz vor den Wahlen 2002 ermordet wurde, behauptete man, er habe „provoziert”. Dasselbe wurde Theo van Gogh vorgeworfen, als er 2004 in Amsterdam auf offener Straße ermordet wurde: Stimmen wurden laut, die besagten, er habe sich das selbst zuzuschreiben, ja erstaunlicherweise wurde sogar spekuliert, er habe seinen Tod auf diese Weise bewusst geplant.

Kurz nach der Ermordung van Goghs veröffentlichte Index on Censorship, eine Organisation, die sich – wie der Name nahelegt – gegen jegliche Art von Zensur wenden sollte, einen Beitrag von einem ihrer Mitarbeiter. Dieser urteilte, dass van Gogh ein „Fundamentalist der freien Rede“ auf einer „Märtyrer-Mission“ sei und sich des „Missbrauchs seines Rechts auf freie Meinungsäußerung“ schuldig gemacht habe. Wer hätte gedacht, dass wir alle im Gleichschritt marschieren sollen? Könnte uns jemand vielleicht verraten, wer die Mitglieder des Zentralkomitees sind, die uns sagen könnten, welche Meinungen wir haben und ausdrücken dürfen und welche nicht?

Dieselben Anschuldigungen gingen auch auf Theo van Goghs Film-Mitarbeiterin, Ayaan Hirsi Ali nieder, als sie wegen Morddrohungen untertauchen musste. Die Vorwürfe wurden ebenso dem dänischen Zeichner Kurt Westergaard gemacht, nachdem ein Axt schwingender Somalier in sein Haus einbrach. Gleichermaßen erwischte es Flemming Rose, Lars Vilks und Bischof Michael Nazir-Ali und viele, viele andere. All diese Personen wurden zu Opfern von tatsächlicher oder angedrohter Gewalt. Und sie alle wurden von einer großen Anzahl von Kommentatoren nicht als Opfer, sondern als Täter behandelt. Nicht als diejenigen, die leiden mussten, sondern als diejenigen, die ihr Leiden selbst heraufbeschworen hatten. In jedem einzelnen Fall gab es prominente Akteure in Medien und Politik, die erklärten, all diese Leute seien „Provokateure”.

Der neueste Fall ist ein Anschlag auf das Leben von Lars Hedegaard. Am 5. Februar erhielt der besonnene und hochgebildete Journalist und Historiker zuhause in Dänemark Besuch von einem jungen Mann in den Zwanzigern und von ausländischem Aussehen, der auf den Kopf des 70jährigen zielte und schoss. Die erste Kugel verfehlte ihr Ziel; Hedegaard schlug seinen Angreifer auf den Kopf, woraufhin dieser die Waffe fallen ließ. Als der Angreifer die Pistole aufhob und noch einmal schießen wollte, blockierte der Abzug und der verhinderte Mörder entkam. Er wurde noch nicht gefasst.

Danach ging es los mit den Rechtfertigungen. Von dem Angriff wurde in den Medien rund um die Welt berichtet. Im Vordergrund der Berichte stand, Hedegaard sei ein „Islamkritiker“. Andere Medien, darunter auch die BBC, erwähnten niederträchtigerweise, dass Hedegaard vor zwei Jahren wegen Anstachelung zum Hass der Prozess gemacht worden war, sie alle vermieden jedoch in ihren anfänglichen Berichten zu erwähnen, dass er einstimmig von allen Vorwürfen freigesprochen wurde. Diese journalistischen Ausrutscher waren schlimm genug. Aber das Schlimmste kam noch.

In einer Reihe von Zeitungen, vor allem in dem Land, das rasch darauf zusteuert, das Land der illiberalsten Medien der Welt zu werden – in Schweden – wurde die Sache noch etwas höher gehängt. In ihren Berichten über den Vorfall nannten die schwedischen Medien Hedegaard einen „Feind des Islam“. Andere waren sich für weitaus feindseligere Bezeichnungen nicht zu schade.

Man muss sich wirklich wundern. Das sind keine saudischen Zeitungen oder die Tehran Daily News, die diese Hetzkampagnen fahren – es sind vermeintlich „liberale” Zeitungen in vermeintlich „liberalen” Ländern mit einer vermeintlich „liberalen” Demokratie. Vielleicht könnten sie dann diese Frage beantworten:

Seit wann ist Islamkritik ein Vergehen? Seit wann verstößt man gegen das Gesetz, wenn man die Rechte von Schriftstellern, Journalisten und Künstlern verteidigt, das zu sagen, zu schreiben und zu zeichnen, was sie wollen? Und seit wann hat je ein Journalist, der Selbstachtung besitzt, geglaubt, dass es Aufgabe der Medien sei, für Mörder mit einer Gesinnung, die sich gegen die freie Meinungsäußerung richtet, den Vorreiter und die A-Posteriori-Rechtfertigungsmaschinerie zu spielen?

Dieses Spielchen, die Opfer zu Schuldigen zu machen, Menschen, die schmerzliche Misshandlungen erlitten haben anzuschwärzen, hat es lange genug gegeben. Wie Pim Fortuyn kurz vor seiner Ermordung sagte: „Das muss aufhören.“ Aber es hat nicht aufgehört. Es hält weiter an, während unsere feigen Medien in unserer feigen Kultur weiter und weiter versuchen, die Feuerwehr für die Brandstiftung verantwortlich zu machen, so verängstigt sind diese „mutigen“ Medien angesichts der Flammen.

Es gibt immerhin eine selten gute Nachricht in Europa. Lars Hedegaard wird sich wieder einmal zur Wehr setzen. Vergangene Woche kündigte er an, die schwedischen Medien wegen Verleumdung anzuzeigen. Gemeinsam mit all den anständigen Leuten, die glauben, dass die Medien mehr sind als der bloße Aufwärmtruppen und der PR Zweig für den Jihad, hoffe ich, dass er sie richtig drankriegt.

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Zur Medienhetze gegen Hedegaard

http://www.americanthinker.com/blog/2013/02/new_york_times_demonizes_hedegaard.html

 

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