Men in action

Gang rape und die ehrenwerten Mediengang

In den Berichterstattungen der deutschsprachigen  Medien war nicht  so genau zu erfahren, wie die bestialische Männerbande der Menschenschlächter im Bus von Delhi ihr Opfer traktierten zusätzlich zur Hordenvergewaltigung. Nur ein paar Journalistinnen berichteten detaillierter, so Christine Möllhoff  („Standard)  am 23.12.12.,  Cecilia Marten in der Aargauer Zeitung vom 26.12.12, und  Gabriely Venzky in Emma vom 27.12.12

Hier wurde die Bestialität unverhüllt beschrieben:

http://derstandard.at/1356426424874/Indisches-Vergewaltigungsopfer-verstorben 

  • (…)  Ausgelöst wurde die Welle der Wut durch die Gewalttat an einer 23-jährigen Medizinstudentin, die derart bestialisch war, dass sie selbst das Gewalt gewohnte Indien bis ins Mark erschütterte. Die junge Frau war Sonntag vor einer Woche in einem fahrenden Bus in Delhi zunächst von sechs Männern vergewaltigt und dann brutal mit Eisenstangen gefoltert worden, bis ihr Darm zerfetzt war. Ärzte haben sie inzwischen fünfmal notoperiert, ihr gesamter Darm musste entfernt werden.

Aus der Aargauer Zeitung schilderte Cecilia Marten,  wie die  blutigen Bestien das Opfer zugerichtet hatten,  bei dem sich nur noch  ein kleines Stück des Darms im Leib befand nach der bestialischen Menschenmetzelei durch die gewaltpestende  Männerhorde. Ansonsten war zwar von brutaler Gruppenvergewaltigung die Rede, von  Misshandlung und den schweren Verletzungen des Opfers. Aber das Hauptärgernis schienen doch die  Demonstrationen zu sein:  In der BaZ las man,  dass die Polizei gegen den „Mob“ der Protestdemos vorging.

http://www.aargauerzeitung.ch/international/indisches-vergewaltigungsopfer-ringt-mit-dem-tod-125844142

26.12.12

  • (…) Schwerverletzte aus Bus geworfen
  • Unterdessen verschlechterte sich der Zustand der 23-jährigen Medizinstudentin weiter. Ärzte mussten sie gestern wiederbeleben, nachdem Puls und Herz wegsackten. Sechs Männer hatten die junge Frau am Abend des 16. Dezember in einem fahrenden Bus mitten in Delhi zunächst vergewaltigt, ihr dann Eisenstangen in Anus und Vagina gerammt und ihren Darm herausgezogen. Dann warfen sie die schwer verletzte Frau auf die Strasse. Nur noch fünf Prozent des Darms seien in ihrem Körper gewesen, sagten die behandelnden Ärzte. Ihr gesamter Darm musste entfernt werden. Auch der Uterus soll zerstört sein, der Magen ist verletzt. Die sechs Männer wurden inzwischen festgenommen.
  • Geschockt waren in Delhi und ganz Indien über Tage Tausende Menschen auf die Strasse gezogen, um gegen die wachsende Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren. An der Spitze der Proteste stehen Studentinnen und Studenten, also die junge, aufstrebende Mittelschicht des Landes, die ein neues Indien einfordert. Die Proteste hätten sich auch gegen Indiens «gewalttätige Polizei- und Sicherheitskräfte» gerichtet, «die ihren Job vorwiegend darin sehen, die Schwachen und Schutzlosen, Frauen eingeschlossen, zu schlagen und zu verletzen, anstatt sie zu beschützen», beschreibt der britische Journalist und Landeskenner John Elliot den Zorn der Demonstranten. Die Polizei antwortete mit Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken. Laut Medien soll sich auch die Chefin der regierenden Kongresspartei, Sonia Gandhi, besorgt über das Verhalten der Polizei geäussert haben.
  • Nach einer Studie der Reuters Foundation ist Indien das frauenfeindlichste Land unter den G-20-Ländern. Vergewaltigungen werden noch immer als Kavaliersdelikt gewertet oder sogar gutgeheissen, um Frauen zu «disziplinieren». «Sie wollten das Mädchen bestrafen, weil sie nach Einbruch der Dunkelheit aus war – um anderen Mädchen eine Lektion zu erteilen», erklären Männer die Horrortat im Bus (…)  (az Aargauer Zeitung 26.12.12)

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Auch The Guardian und The Telegraph übergehen die monströsesten Einzelheiten und schreiben kein Wort über die bestialische  Tortur, die dann zum Tod des Opfers führte. Es gibt keine Grenzen der Folter-Grausamkeiten, die nicht noch Nachahmer fänden wie die massenhaft beliebten Gewaltpornos. Weil viele Demonstranten die Unmenschen hängen sehen wollten, reagieren die westlichen Medien sofort mit dem Täterschonungsreflex. Es geht dabei m.e. nicht so sehr um die grundsätzliche Ablehnung der Todesstrafe, die nicht das Thema ist,. sondern die notorischen Vergewaltigerverteidiger ertragen die Vorstellung nicht, dass Gewaltbestien selber leiden sollen. Die Sorge um „zu harte Strafen“ gilt nicht nur der Todesstrafe. Und diese Sorge steht beim Rudelrecht im Vordergrund. Fairness für die Täter heisst der Empörungsschrei der klammheimlichen Vergewaltigersympathisanten.

Die indischen Verhältnisse sind seit langem bekannt, rufen aber keinen Hund hinterm Ofen hervor, ehe es die Massendemonstrationen gab, die sich auch gegen die korrupte Komplizenpolizei richten.

http://www.guardian.co.uk/world/2012/dec/29/india-gang-rape-six-men-charged-murder

  • (…) In the wake of the most recent incident, dozens of other rapes, often by multiple assailants, have been reported by media across India. Many feature minors.
  • „These are not an isolated incidents. The outrage now should lead to reforms in both system and attitude, so that victims are not blamed, humiliated or suffering silently,“ said Meenakshi Ganguly, the regional director of Human Rights Watch said.
  • In one incident reported this week, police jeered and laughed when a 17-year-old in Patiala, in the north-western state of Punjab, attempted to report a gang rape. She later committed suicide. Two officers have now been sacked and one suspended.(…)

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/india/9767620/Indian-gang-rape-victim-of-Delhi-sex-attack-in-extremely-critical-condition.html

  • (…) The woman was attacked by six men after she boarded a bus with a male friend following a trip to the cinema. They were beaten with iron bars and the woman was raped repeatedly as the bus cruised the streets of South Delhi unchallenged. Eventually, after more than an hour, she and her friend were thrown unconscious from the bus on a flyover.
  • The Indian government said yesterday it would post the photos, names and addresses of convicted rapists on official websites to publicly shame them, in a new measure to combat growing crime against women. (…)

Es sind die Massenproteste, die die westlichen mainstream-Berichterstatter sehr viel mehr im Innern  aufregen als die massenhaften Untaten gegen die Frauen, die sie als solche nicht der Rede wert fänden.

http://www.youtube.com/watch?v=feiJc5VH4r4

Sehr informativ über die Zustände in Indien hingegen der Artikel von Gabriele Venzky in Emma: http://www.emma.de/news-artikel-seiten/proteste-in-indien/

Gabriele Venzky 27.12.12

  • Eine Frau ist weniger wert als ein Wurm

  • Letztes Jahr, gleich nach Weihnachten, war es Baby Falak, dessen schreckliches Schicksal daran erinnerte, was Mädchen und Frauen in Indien wert sind. Das Kind, von der Mutter verkauft, von einem Mann zum nächsten weitergereicht, nachdem es sexuell missbraucht wurde, war schließlich von einem fünfzehnjährigen Mädchen, welches behauptete, die „Frau“ eines dieser Männer zu sein, mit Bisswunden am ganzen Körper und zerbrochenem Schädel in ein Krankenhaus gebracht worden, wo es zwei Monate später starb. Dieses Jahr wird wieder auf grässliche Weise daran erinnert, dass Frauen und Mädchen in Indien nach wie vor oft kaum mehr sind als ein Stück Müll. Es war der 16. Dezember, als in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eine 23-jährige Studentin und ihr Freund nach einem Kinobesuch in einen der privaten Busse einstiegen, welche die spärlich bedienten öffentlichen Routen befahren. Es war neun Uhr abends und das Mittelklasseviertel Süd-Delhi wimmelte vor Menschen. Was dann passierte, ist eine einzige Horrorstory.
  • Der junge Mann wurde von einer Horde betrunkener Männer bewusstlos geschlagen, die junge Frau von sechs Kerlen hinten im Bus vergewaltigt. Dann stieß man ihr eine Eisenstange in den Unterleib, immer und immer wieder. Anschließend wurden die beiden bewusstlos und halbnackt in den Rinnstein geworfen, wo sie lange lagen, begafft von Neugierigen und den Insassen vorbeifahrender Autos. Die junge Frau kämpfte auf der Intensivstation eines Krankenhauses um ihr Leben und wurde nach Singapur ausgeflogen, weil dort die medizinischen Möglichkeiten besser sind. Dort erlag sie in der Nacht zum Samstag ihren Verletzungen.(…)________________________________________________________

Die Sache mit den Eisenstangen liessen die berichterstattenden Männer, die sich über den demonstrierenden „Mob“ erregten, lieber aus. Denn diese sexuelle Folterpraxis ist nicht so einzigartig, als dass sie nicht schon massenhaft zum Spass der Vergewaltigerrudel in Kriegen etwa verübt worden würde.. Ob Eisenstangen oder Flaschenhälse oder andere Gegenstände, die mann den Folteropfern in den Leib stösst, es gibt genügende anregende Filme, in dem die Bestien ihre  Gelüste austoben oder an denen sie sich nur delektieren.

http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Massenaufruhr-in-der-VergewaltigungsHauptstadt/story/25181957

O -Ton BaZ,  die die Bestialität der Tat zu einem Fall von Eve-Teasing verharmlost. Martin Sturzenegger fühlt sich sichtlich mehr durch den „Mob“ der DemonstrantInnen irritiert als durch die Brutalität der Polizei gegen die DemonstrantInnen  gestört. Die maskulinen Gewalthorden, die in Indien ungestraft ihr Unwesen gegen Frauen treiben, sind kein Mob für den BaZ-Stall. Aber wer sich über Hordenbestialität empört, ist Mob. Opfer inbegriffen.

Auch in den Kommentarbereichen der Medien  finden sich Beiträge von „Mitmenschen“, die sich besorgt zeigen  über die Strafen, die den  Untätern drohen könnten. Über den Begriff „Mitmensch“ kann man ins Grübeln geraten. Welche Sorte von Mitmenschen hat frau sich vorzustellen unter den  präzivilisatorischen Vergewaltigerprimaten?

Wenn Michael Schmid-Salomon im Humanistischen Pressedienst dafür plädiert, keinen Respekt vor Religionen zu zeigen, die keinen Respekt vor Menschenrechten haben (ganz recht, das meine ich schon länger als der  HP, wo immer mal wieder Islamversteher respektvoll zu Wort gelassen werden gegen Islamkritiker), dann mö chte ich das ergänzen um die Überlegung,  welchen Respekt ich eigentlich gewissen „Menschen“ schulde, die mir als „Menschheit“ und „wir“ vorgestellt werden? 

Berichte über Vergewaltigungsgreuel werden von männlichen Journalisten auch im Westen nicht sonderlich ernst genommen. Für die indische Polizei ein Anlass zum Grinsen, bringen sie auch hiesige Medienmänner zum Grunzen, so den Autor der „Medienmärchen“, Müller-Ullrich, der nicht nur die Berichte der Frauen aus den Vergewaltigungslagern im Balkan-krieg für erfunden erklärte (!), sondern auch die Islamverfolgte Taslima Nasreen anpöbelte, sie sei gar nicht verfolgt, sie mache sich nur wichtig.

Als die islamverfolgte Taslima Nasreen, die von einer mordwütigen lynchlüsternen Männermeute gejagt wurde, von diesem westlichen Journalisten (heute DLF-Mitarbeiter) zusätzlich anflegelt wurde, sie werde nicht verfolgt wie Rushdie  (!der Mullhrich  berief sich dazu  sinnigerweise auf die Ajatollahverehrerin und Islamschwärmerin Annemarie Schimmel, Rushdie  selber pöbelte nicht mit),   war es  Gabriele Venzky, die für die Verfolgte und Verfemte Partei ergriff gegen den  Sexisten und  Schmuddelonkel bzw.  Neidhammel, der Nasreen den Tucholsky-Preis scheint’s nicht gönnte (den  er wohl gerne selber bekommen hätte für seine „Medienmärchen“ und die  Offenbarung, dass die Vergewaltigungslager im Balkankrieg von den Vergewaltigten erfunden worden seien?) Warum erinnert mich Schmuddelonkels perfümierte  Welt immer an die Holocaustleugner? Die Zahl der Opfer bestialischer Sexualgewalt ist Legion. (Wie auch die Zahl der Frauenmorde). Gabriele Venzky zu Taslima  Nasreen und Pakistan

http://www.zeit.de/1994/31/im-namen-gottes-toetet-sie

  • Zwei Frauen gegen die Fundamentalisten: In Bangladesch und Pakistan kämpfen Taslima Nasrin und Asma Jahangir gegen den religiösen Terror   – jetzt sollen sie sterben Im Namen Gottes: Tötet sie! (2 9.7.94)
  • Zur Hexenjagd wird schon seit langem geblasen. Nicht nur gegen Taslima Nasrin, sondern gegen alle in den islamischen Ländern, die sich nicht der Meinungsdiktatur der Mullahs unterwerfen wollen. Wir haben es nur nicht merken wollen. Aber als wir es dann endlich merken mußten, weil nämlich Hunderttausende durch die Straßen der Städte und Dörfer in Bangladesch stürmten – allesamt Männer, wohlgemerkt –, die Tag für Tag die Hinrichtung der gotteslästerlichen Schriftstellerin fordern, als sie drohten, Giftschlangen in der Hauptstadt Dhaka auszusetzen, und für den 29. Juli gar eine Massendemonstration aller „aufrechten Muslime“ des 120-Millionen-Volkes ankündigten, die Taslima endlich hängen sehen wollen, da erhob sich, viel zu spät, der Protest im Westen und die zögernden Regierungen boten der Verfolgten an, ihre Länder zu „besuchen“. Nein, von Asyl war natürlich nicht die Rede. Schließlich können die Briten ein Lied davon singen, was das kostet: Salman Rushdie muß nun schon im sechsten Jahr rund um die Uhr bewacht werden.

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In Indien herrscht das Rudelrecht gegen Frauen sowohl in hinduistischer „Tradition“ wie in moslemischem Sonderrecht (Scharia ist in der indischen Demokratie für Millionen gültiges Recht). Das Männerrecht auf Fraueneinsperrung und öffentliche Belästigung, omnipräsente Gewalt (vergleichbar den ägyptischen Grabschergewohnheiten) wird in unseren Medien diskret als „Rückständigkeit“ bemäntelt, aber diese „Rückständigkeit“ hat viele „moderne“ Freunde und Sympathisanten unter den fortgeschrittenen westlichen Intellektuellen, die sich etwas einfallen lassen, um die „Verhältnisse“ mit allen möglichen „System“märchen umzuzaubern. Wenn es nicht der böse kapitalistische Wolf ist, muss die „Modernisierung“ herhalten. In den patrairchalen Hirnen der deutschen Schmuddelonkel dampft der Sexual-faschismus. Nicht nur religiös drapiert wie im obskuren Konvertitenmilieu der Salafisten (also des  Schlägermobs der Frauenprügelspezialisten), auch intellektuell frisiert oder so parfümiert wie aus dem Dunstkreis der „Medienmärchen“ von Märchenonkel Müller-U., derFrauen en über die erfundenen  Vergewaltigungslager belehrt, gegen die Islamverfolgte Taslime Nasreen anpinkelt und dazu noch im Net verrät, wo er seine Massanzüge bestellt (!), was wir doch immer schon wissen wollten.

Der Mann gehört in die  Maskulistengalerie,  gleich neben die fanatische Physiognomie des Möchtegern-Frauenbevormunders Patrick Bahners, der schon scharf darauf ist, dass die Scharia endlich geltendes Eherecht wird. Die kommende Mullah-Macht wird alle Träume dieser Herrenmännchen überbieten.  Sie nimmt auch keine Rücksicht auf die Anbiederer und A—-kriecher, die Wach- und Winselhunde sind nur solange nützlich, wie die Scharia noch nicht geltendes Recht ist, danach braucht man auch sie nicht mehr.

http://widerworte.wordpress.com/2012/12/22/das-rudelrecht-in-indien/

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