Flemming Rose

„Ideologien haben keine Schutzrechte“

Die Welt 01.04.08

  • Flemming Rose, Kulturchef der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“, über Mohammed-Karikaturen und Kritik am Islam
  • Aus dem Interview:
  • Bornsdorf (Die Welt) :
  • Gegen eine Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen oder eines Films wie des von Geert Wilders gibt es aber auch bedenkenswerte Argumente: Regimen wie dem im Iran liefern sie Vorlagen, um westliche Regierungen als intolerant dastehen zu lassen und die Bevölkerung gegen den Westen aufzubringen.
  • http://www.welt.de/welt_print/article1858121/Ideologien-haben-keine-Schutzrechte.html

Hier stellt ein Eingeknickter aus Eurabia die Fragen, die zeigen, wie weit die Welt inzwischen von dem einst mutigen Abdruck der Mohammed-Karikatur auf der Titelseite (unter der Chefredaktion von Köppel) abgerückt und auf die Linie der polical correctness eingeschwenkt ist. Dass die westliche Presse-freiheit den islamischen Regimen „Vorlagen“ liefern könnte, eben diese Pressefreiheit unter dem Religionsterror zu liquidieren, ist ein Gedanke, dem schon jeder Begriff von Pressefreiheit abhanden gekommen ist, wenn er je existierte in Dhimmiland. Weitere Fragen wie

  • Setzt sich der Film ernsthaft mit dem Islam auseinander? (…) oder:
  • Was ist schlimm daran, wenn jemand einen Film wie den von Wilders nicht zeigen will?

bezeugen, was die Islamlobby, die in der Welt Regie übernommen hat, unter der  Auseinandersetzung mit dem Islam versteht, nämlich das Verbot der Films und die Mordbedrohung seines holländischen Politikers. „Marked for death“ ist der Titel des jüngst erschienen Buches von Wilders, das dem Interviewer kein Wort wert ist, er geht mit schöner Selbstverständlichkeit von der Verbotswürdigkeit des Films aus, wofür er „bemerkenswerte Argumente“ unterstellt!  D.h. der Kritiker müssen sich rechtfertigen, scheint Welt-Mullah  anzunehmen. Flemming Rose muss dem Dhimmi erklären, was es heisst, von einem totalitären Religionsregime mit dem Tod bedroht zu werden. Weiss man das noch nicht? Welchen Informationsstand setzt der Interviewer bei den Lesrn eigentlich voraus?

  • (…) Rose:
  • Ich habe als Student und dann als Korrespondent in der Sowjetunion gelebt. Bei dem, was unter der Mohammed-Krise geschah und auch jetzt wieder passiert, kann ich Muster von damals wiedererkennen. Damals war die Kritik an der sowjetischen Lebensweise, am Marxismus-Leninismus kriminalisiert. Heute soll die Islamkritik verboten werden. Ideologien haben aber keine Schutzrechte, sie sind da, um kritisiert zu werden. Menschen haben Rechte, nicht aber Ideen. Diejenigen, die sagen, man solle nicht kränken, oder die Kränkung religiöser Gefühle verbieten wollen, verstehen nicht, dass ihre Argumente im Nahen Osten gebraucht werden, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen.
  • Bornsdorf:
  • In welcher Weise?
  • Rose:
  • In Ägypten sitzt ein Blogger im Gefängnis, angeblich, weil er den Islam gekränkt hat, aber in Wirklichkeit wegen Regimekritik. In Afghanistan ist ein Journalist zum Tode verurteilt worden, weil er Material hatte, das Kritisches zur Frauensicht des Propheten beinhaltete. Die Gesetze werden gebraucht, um Andersdenkende zu kriminalisieren. Diejenigen, die Kränkungen kriminalisiert sehen möchten, haben viel Macht. Sie können andere beeinflussen. Es gibt so viele Beispiele von Selbstzensur in Verbindung mit dem Islam. Zuletzt wurde die Ausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend in Berlin geschlossen, weil Gewalt befürchtet wurde. Die Meinungsfreiheit ist bedroht, und mich wundert, dass viele das nicht sehen.

Uns wundert das nicht. Und auch Flemming Rose wird wissen warum. In den vielen Jahren nach der Karikaturen-Affäre konnte er an den Reaktionen darauf erfahren, mit welcher Art von Mehrheit die ewigen kleinen Minderheiten, die an Barbareien Anstoss nehmen, es zu tun haben. Es ist eben sehr viel leichter, gewalt-brünstige Moslemmassen auf die Strassen zu bekommen in tobenden Horden, als selbst in demokratischen Ländern Mehrheiten zum Schutz der bedrohten Kritiker, die wie Wilders unter Polizeischutz leben müssen, zu gewinnen. Die Masse der Dhimmis ist eher desinteressiert am Schicksal der Islamverfolgten und Opfer des Religionsterrors; die Mainstreammedienmeute macht mit bei der Treibjagd gegen die Kritiker. Flemming Rose kennt die Tyrannei des Schweigens ja …

Wohin es führt, wenn Gewaltideologien geschützt werden, aber ihre Kritiker dem Mobbing der islamgleichgeschalteten Medien ausgesetzt sind, zeigen die Verhältnisse in Kopenhagen, wo ein moslemischer Mob, vor dem die Polizei kapituliert, ein ganzes Quartier terrorisiert. Kein Thema für die Welt…

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