Grünes Licht für Talibanisierung

Fauzia Kufi will Afghanistans Präsidentin werden

  • Ausgerechnet in Afghanistan: Das islamische Land gilt als das gefährlichste Land für Frauen auf der Welt. Zwangsheirat, Gewalt, Kinderehen, Ehrenmord und sanktionierter Mädchenhandel gehören zum Alltag. In vielen Gemeinschaften dürfen Frauen und Mädchen das Haus nie verlassen. Ein Großteil der Frauen wird im Alter von zehn bis 13 Jahren verheiratet. Die Müttersterblichkeit ist die höchste der Welt. Eine von elf Frauen stirbt an den Folgen einer Geburt.
  • Gerade haben die obersten Religionsführer im Land neue Leitlinien für das Verhalten von Frauen herausgegeben, die viele an die Gesetze des harschen Taliban-Regimes erinnern, das zwischen 1996 und 2001 herrschte: Frauen sind den Männern untergeordnet, sie sollen weder bei der Arbeit noch auf dem Bazar oder in der Schule oder der Universität mit Männern zusammentreffen und auch nicht ohne einen männlichen Begleiter einen Bus besteigen. Präsident Hamid Karzai hat die Regeln der Ulema, des Religionsrates, als richtig und islamisch korrekt verteidigt.
  • Diese neuen Richtlinien der Religionsführer seien „ein grünes Licht für die Talibanisierung“, kritisiert Fauzia Kufi. Es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen den gewünschten Friedensverhandlungen mit den aufständischen Taliban und den geplanten Beschränkungen der neu gewonnenen Rechte der Frauen.

Mehr: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/442024_Lasst-uns-was-Neues-versuchen.html

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Auch die Frauen der RAWA waren keine Islamgegnerinnen. Obwohl sie die grausamsten Erfahrungen mit den islamischen Warlords gemacht hatten. Feindbild waren die Amerikaner, die die Mujahedin unterstützt hatten. Heute sieht es etwas anders aus – Frauen wie Fauzia Kufi fürchten den Abzug der westlichen Truppen, mit gutem Grund. Nach ihnen die Taliban, die noch lange nicht besiegt sind. Karsai ist ihnen willfährig in bezug auf die Frauenrechte, macht die üblen üblichen Konzessionen, was die Frau, die das Präsidentenamt anstrebt, nicht  akzeptiert. Sie wäre, auch wenn sie den Islam und die Scharia nicht grundsätzlich antastet und nicht zum Grundübel erklärt, was wohl chancenlos wäre in dieser Situation, auf jeden Fall die bessere Wahl als Karsai, den die Frauenrechte überhaupt nicht interessieren, nur seine Wahl. So wenig wie die „Friedensmenschen“ von der deutschen Partei Die Linke, die gegen den Krieg in Afghanistan demonstrieren und sich um die Frauenrechte foutieren.

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