Juden bei Jauch zum Vergessen und Erinnern an Auschwitz

TV-Talk mit Jauch über das Vergessen oder Erinnern des Holocaust – mit jüdischen Zeitzeugen – unter Ausblendung des zur zeit virulentesten Antijudaismus 

06.02.2012 ·  Günther Jauch ließ über die Frage diskutieren, ob Auschwitz in Vergessenheit gerate. Der programmierte Konsens der Sendung half weder der Unterhaltung noch der Aufklärung, schreibt die FAZ in ihrer Kritik http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/f-a-z-fruehkritik-jauch-juden-nicht-auf-auschwitz-reduzieren-11639445.html

Was soll an diesem Thema unterhaltsam sein? Netter Unterhaltungsabend zur Erinnerung an Auschwitz?

Den Erinnerungen der Zeitzeugen ist nichts hinzuzufügen.  Einen Historiker habe ich nicht vermisst, er hätte die Erinnerungen der Überlebenden auch nicht präzisieren können.  Aber was die Absicht anbelangt, die gegenwärtige weltweit bedrohlichste Judenfeindschaft, nämlich die islamische, die sich auch und ausgerechnet in Deutschland ungeniert ausbreitet, nicht nur mit rechtem Hintergrund, sondern vor allem mit linker Duldung und Billigung, möglichst auszublenden,  so wurde sie spätestens klar, als sich alle einig waren, dass Sarrazin etwas Unsägliches sei, der wieder mal ins Neonazispektrum gerückt wurde, diesmal von der Piratin, die unwidersprochen blieb, auch wenn sie ansonsten kein dummes Zeug redete. Das Sarrazinbashing, das in keiner deutschen Sendung zum Rechtsextremismus fehlen darf, wird nach allen Regeln des Medienmobbings zelebriert; es zeigt, dass die Debatten über die „Gefahr von rechts“ einen Standard erreicht haben, der  die  Informationen über islamische Judenfeindschaft von  rechtsextremer Qualität, inklusive Holocaustleugnung von seiten der von links favorisierten Israelfeinde,  sorgfältig unterschlägt.

Dass in Deutschland an  Moslemdemonstrationen gegen Israel Parolen wie „Juden ins Gas“ gegrölt werden dürfen, straflos, und die israelische Fahne von der Polizei aus einem Fenster entfernt wurde mit Rücksicht auf eine solche Moslemdemo (in Duisburg), dass das land sich „antisemitische Kolonien“, wie rqaddatz sie als erster benannte, leistet,  war keiner Erwähnung wert in dieser Erinnerungsrunde, die so wirkte, als wäre das alles vorher abgesprochen. Nur nicht den heute virulentesten Antijudaismus erwähnen, der in Berlin gewisse moslemisch dominierte Gebiete bereits zu No-Go-Zonen für Juden macht. Für den Antisemitsmusforscher Benz werden Moslems in Deutschland wie Juden verfolgt. Für die Islamlobby und die arabischen Israelfeinde, sind die Juden die neuen Nazis.  Die Holocaustleugnung ist in Deutschland zwasr noch offiziell geächtet, in arabischen Ländern ist sie äusserst sehr populär. Kein Thema?  Deutsche Neonazis wie notorische linke Israel“kritiker“ erhalten Frischzufuhr für ihre Israelfeindschaft durch die „moderaten“ Hassprediger der Moscheen.   

Diesen Hintergrund bzw. Abgrund  blendet auch der Kritiker von der FaZ sorgfältig aus. Sarrazin ist der Buhmann, während der judenfeindliche Islam tabu ist oder umbuhlt wird, unterstützt von der israelfeindlichen deutschen Linken, die im „Kampf gegen rechts“ den rechtsextremen Islam und seine Vernichtungsagenda gegen Israel systematisch verharmlost.  Israel wurde  nur kurz erwähnt der linken Perspektive, wo man sich einig ist, man müsse als Jude nicht alles gutheissen von der Politik Israels. Der laufende terror blieb unerwähnt. Das ist auch der Tenor der obsessiv „israelkritischen“ deutschen Medien mit Feindbild Israel, Freundbild Islam. Wer hier fehlte, war Henryk M. Broder. Aber das wäre für Jauch wohl zu anstrengend gewesen.

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